Vragel da Silva von Fußball-Bundesligist Energie Cottbus ist nach einer Tätlichkeit per Video-Beweis mit einer drakonischen Strafe belegt worden. Der brasilianische Abwehrspieler wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen `einer Tätlichkeit gegen den Gegner in der Form des krass sportwidrigen Verhaltens´ für sieben Punktspiele gesperrt. Der Südamerikaner steht den Lausitzern damit auch in fünf Begegnung der neuen Saison nicht zur Verfügung.

Da Silva per TV-Beweis hart bestraft

Cottbuser für sieben Spiele gesperrt

09. Mai 2007, 10:39 Uhr

Vragel da Silva von Fußball-Bundesligist Energie Cottbus ist nach einer Tätlichkeit per Video-Beweis mit einer drakonischen Strafe belegt worden. Der brasilianische Abwehrspieler wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen `einer Tätlichkeit gegen den Gegner in der Form des krass sportwidrigen Verhaltens´ für sieben Punktspiele gesperrt. Der Südamerikaner steht den Lausitzern damit auch in fünf Begegnung der neuen Saison nicht zur Verfügung.

Der Spieler und sein Verein haben dem Urteil zugestimmt. Da Silva hatte bei der 0:2-Niederlage der Cottbuser am vergangenen Freitag bei Hannover 96 seinen Gegenspieler Hanno Balitsch mit einem Ellenbogen-Schlag ins Gesicht verletzt. Da Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) das Vergehen nicht gesehen hatte, konnte der DFB-Kontrollausschuss nach Auswertung von Fernsehbildern Anklage erheben. In den letzten Jahren waren nur wenige Urteile des DFB-Sportgerichts noch härter ausgefallen.

So mussten Victor Agali (Hansa Rostock) und Junior Baiano (Werder Bremen-jeweils 1999/2000) jeweils zehn Wochen wegen zweifacher Tätlichkeit bzw. wegen eines Fausthiebs zuschauen. Axel Kruse (VfB Stuttgart-1993/94) wurde wegen Tätlichkeit und Schiedsrichter-Beleidigung ebenfalls zehn Wochen aus dem Verkehr gezogen. Das Strafmaß gegen da Silva fiel besonders hoch aus, weil der 33-Jährige als Wiederholungstäter gilt. Bereits nach dem Bundesliga-Spiel am 16. Dezember 2006 gegen den VfB Stuttgart war der Lausitzer nach der Analyse von TV-Aufzeichnungen nachträglich für drei Partien gesperrt worden, weil er den Stuttgarter Arthur Boka abseits des Spielgeschehens geschlagen hatte.

Innenverteidiger Josip Simunic vom Ligakonkurrenten Hertha BSC Berlin war dagegen am Dienstag nach seinem Kung-Fu-Tritt gegen Nationalspieler Christian Schulz von Werder Bremen glimpflich davongekommen. Der kroatische WM-Teilnehmer wurde vom DFB-Sportgericht wegen `rohen Spiels gegen den Gegner´ für vier Punktspiele gesperrt und fehlt damit dem Hauptstadtlub in den ersten beiden Partien der kommenden Saison. Über seinen Verein hatte Simunic mitteilen lassen, dass er das Urteil des Sportgerichts `respektiere´. Der Abwehrspieler hätte aber das Gefühl, dass `sein Verhalten falsch beurteilt wurde´. Der Kroate betonte in seiner Stellungnahme, dass das Foul ohne jegliche Absicht oder ohne Inkaufnahme einer Verletzung geschehen sei.

Autor:

Kommentieren