Für den PSV Wesel, vom 8. bis zum 25. Spieltag Tabellenführer der Bezirksliga 9 Niederrhein, ist der Traum „Aufstieg in die Landesliga“ wahrscheinlich geplatzt.

BL 9 NR: Familienhilfe

Trainer-Sohn schießt Vater zum Titel

Thomas Ziehn
08. Mai 2007, 16:02 Uhr

Für den PSV Wesel, vom 8. bis zum 25. Spieltag Tabellenführer der Bezirksliga 9 Niederrhein, ist der Traum „Aufstieg in die Landesliga“ wahrscheinlich geplatzt.

Nach der 1:2-Niederlage beim VfB Lohberg haben die Lackhausener zwei Runden vor Schluss vier Punkte Rückstand auf SuS Dinslaken 09. Kurios: Ausgerechnet Sascha Grote, Sohn von SuS-Trainer Jens, entschied mit seinem Treffer zum 2:1-Endstand für Lohberg wohl endgültig die Meisterschaft zu Gunsten der Grote-Elf, die 2:1 beim VfL Rhede gewann. PSV-Trainer Werner Lehwald schickte bereits seine Glückwünsche an den Titelanwärter. „Ich gratuliere SuS Dinslaken zum Aufstieg“ glaubt Lehwald nicht mehr an ein kleines Fußballwunder.

Adrian vorm Walde, Geschäftsführer des PSV, befürchtete schon vor dem Duell in Lohberg Schlimmes. „Ich hoffe, dass wir nicht „Meister der Herzen“ werden wie 2001 der FC Schalke 04 in der Bundesliga. Die standen damals auch lange oben und haben den Titel in letzter Minute noch verspielt“, erinnert sich vorm Walde. Als gänzlich unnötig empfindet das Vorstandsmitglied die beiden – wohl entscheidenden - Punktverluste bei den Weseler Zebras (2:2) und beim SV Bislich (2:3). „Das Spiel bei den Zebras hätten wir gewinnen müssen, in Bislich war ebenfalls viel mehr drin“, hadert vorm Walde mit dem Ausgang der Duelle.

„Ich nehme die Glückwünsche von Werner Lehwald gerne an. Allerdings erst, wenn wir auch rechnerisch nicht mehr einzuholen sind“, bremst Jens Grote noch ein wenig die Euphorie. Dass ausgerechnet sein Sohn Sascha das Tor zur Meisterschaft ganz weit aufgestoßen hat, kam für ihn nicht gänzlich unerwartet. Vater Jens: „Sascha war lange verletzt. Schon vor einigen Wochen hat er angekündigt, gegen den PSV wieder dabei sein zu wollen. Er war sicher, dass ihm ein Treffer gelingt, denn schon im Hinspiel hatte er hochkarätige Möglichkeiten. Dass es das Siegtor war, ist umso schöner. Denn dadurch hat er wahrscheinlich auch seinen VfB vor dem Abstieg gerettet. Als alten Lohberger freut mich das besonders.“

Bereits am nächsten Sonntag (15.00 Uhr) kann SuS mit einem „Dreier“ im Heimspiel gegen den VfB Bottrop alles klar machen. „Ich habe den VfB zweimal beobachtet. Das wird ein hartes Match. Wir müssen mit der richtigen Einstellung in die Partie gehen“, warnt Jens Grote. Der PSV spielt zeitgleich beim VfL Rhede II. Sollte Dinslaken verlieren und der PSV gewinnen, bleibt am letzten Spieltag noch eine Chance, die Meisterschaft zu feiern. Dann muss 08/29 Friedrichsfeld geschlagen werden, um den Aufstieg in die Landesliga perfekt zu machen. „Wir wollen am Sonntag mit unseren eigenen Fans feiern“, hofft Jens Grote auf keine Zitterpartie am letzten Spieltag.

Autor: Thomas Ziehn

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