In den ersten Minuten ausgepfiffen, doch am Ende schließlich gefeiert: Hamit Altintop raste bei seinem drittletzten Spiel für den FC Schalke vor dem Wechsel nach München wieder über die Achterbahn der Gefühle.

Erst Pfiffe, dann Lob/Hamit Altintop:

"Titel wäre die Krönung"

07. Mai 2007, 16:32 Uhr

In den ersten Minuten ausgepfiffen, doch am Ende schließlich gefeiert: Hamit Altintop raste bei seinem drittletzten Spiel für den FC Schalke vor dem Wechsel nach München wieder über die Achterbahn der Gefühle. "Ich habe es mitbekommen, aber ich kann es nicht beeinflussen", weiß der 24-Jährige, dass er seit einigen Wochen unter besonderer Beobachtung steht. Und im Gegensatz zum frustrierenden Erlebnis gegen Hamburg, als er sich von den raunenden Rängen runterziehen ließ, steigerte er sich gestern zur Höchstform. "Ich bin in Gelsenkirchen geboren und es wäre unbeschreiblich schön, die Schale hierhin zu holen", muss Hamit nicht noch öfters betonen, dass er sich mit dem maximalen Erfolg nach München verabschieden will.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/306-308_preview.jpeg Schale holen und dann ab nach München: Hamit Altintop. (Foto: firo)[/imgbox]"Ich kenne die Geschichte mit Szepan und Kuzorra und kann mich auch noch gut daran erinnern, als Schalke in der Zweiten Liga gespielt hat. Dann kam der Aufstieg, der UEFA-Cup-Sieg und die Vier-Minuten-Meisterschaft. Das waren alles sehr emotionale Momente für die Menschen in der Stadt. Der Titel wäre jetzt die Krönung", weiß er.

Gemeinsam mit Torschütze Kevin Kuranyi war er es, der mit seinen Aktionen letztlich den Sieg gegen Nürnberg erzwang. "Ich habe Hamit schon im Training gesagt, dass er diese Situationen eins gegen eins suchen soll", gab Mirko Slomka dem Türken die richtige Taktik mit auf den Weg. Der setzte das um und ist "dem Trainer dankbar, dass er mich aufstellt und ich die Mannschaft unterstützen kann".

Das war eben eine ganze Zeit nicht so, weshalb Hamit das Weite suchte. Mit seinem Weggang erhoffte er sich einen weiteren Sprung auf der Karriereleiter, doch vorerst ist das Gegenteil der Fall. "Schade, dass ich nächste Saison nur im UEFA-Cup spiele. Die Bayern wollen eine neue Mannschaft aufbauen, dann werde ich halt mithelfen, in den nächsten vier, fünf Jahren oben mitzuspielen", schluckt Altintop. "Aber daran denke ich jetzt noch nicht, sondern nur an die Meisterschaft. Wir wollen auch nichts geschenkt bekommen und uns die Schale selbst erarbeiten. Dann können wir richtig feiern. Wir haben jetzt 32 Schritte gemacht, jetzt fehlen nur noch zwei. In den nächsten beiden Partien wird sich zeigen, wie weit wir als Team sind."

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