Olli Schröder strahlte mit der Sonne um die Wette. Richtig aufgedreht war der Ex-Berliner noch lange nach dem Abpfiff. So ausgelassen, geradezu euphorisch, war der VfL von seinen Anhängern bisher nur bei den Derbysiegen gegen Dortmund und Schalke, aber nie auswärts gefeiert worden. Oliver Schröder:

Schröder verrät Geheimnis des Erfolges

"Bei uns ist keiner neidisch"

07. Mai 2007, 10:09 Uhr

Olli Schröder strahlte mit der Sonne um die Wette. Richtig aufgedreht war der Ex-Berliner noch lange nach dem Abpfiff. So ausgelassen, geradezu euphorisch, war der VfL von seinen Anhängern bisher nur bei den Derbysiegen gegen Dortmund und Schalke, aber nie auswärts gefeiert worden. Oliver Schröder: "Das ist einfach geil. Ich schwöre, wir haben jede Sekunde genossen. Selbst als wir zum Auslaufen aus der Kabine kamen, war der Fanblock noch rappelvoll." Eigentlich hatte Oliver Schröder den gestrigen Abend mit seiner Freundin verplant. Doch schnell war sich der Rechtsfuß darüber im Klaren: "Das haut nicht hin." Auch weil Sportvorstand Stefan Kuntz in Windeseile eine zusätzliche Trainingseinheit für die Nacht angesetzt hatte - Auslaufen im Bermuda-Dreieck, im Three sixty.

Dort waren die ersten Runden schon geordert, bevor der Bus überhaupt die Stadtgrenze erreichte. Oliver Schröder: "Irrsinn! Vor acht Wochen hätte niemand geglaubt, dass wir uns so früh retten." Und dann blickte der Abwehrspieler nach vorne: "Wir haben noch zwei schöne Spiele. Und wenn es geht, dann wollen wir auch Platz sieben erreichen."

Nichts ist unmöglich. Denn Schröder verriet: "Wir schießen im Moment sogar Tore aus dem Nichts. Da geht noch was." Aber warum läuft es beim VfL so gut? Schröder: "Die Mannschaft hat sich seit dem Saisonstart doch sehr verändert. Wir sind gefestigter. Aber entscheidend ist: Bei uns gibt es keinen Neid." Und dann legt er nach: "Das kann man doch am Beispiel von Theofanis nachvollziehen. Jeder gönnt ihm seine Tore, alle tun alles dafür, dass er trifft. Denn schließlich profitieren wir alle davon."

Und der VfL profitiert von Typen wie Oliver Schröder, der sich nicht im Traum hat vorstellen können, dass sein Platz in der Stammformation auf der rechten Seite der Viererkette ist. Doch wer Schlitzohr Marcel Koller kennt, der weiß genau, dass der Schweizer mit Schröder von Beginn an nichts anderes vor hatte. Denn dafür hat er ihn geholt.

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