Der DSC Preußen Duisburg hat einen herben Dämpfer im Rennen um den Aufstieg hinnehmen müssen. Im direkten Aufeinandertreffen mit Aufstiegskonkurrent BW Oberhausen-Lirich kassierten die Duissener eine bittere 0:1-Heimschlappe. Dabei waren sich bei den Duisburgern vor dem Anpfiff alle über die Bedeutung der anstehenden Begegnung klar. So stellte Sport-Club-Coach Stefan Klaß fest:

Bezirksliga NR 8: Preußen Duisburg - BW Oberhausen-Lirich (Ortstermin)

Preußen strauchelt im Titelrennen

Moritz Rieckhoff
06. Mai 2007, 17:41 Uhr

Der DSC Preußen Duisburg hat einen herben Dämpfer im Rennen um den Aufstieg hinnehmen müssen. Im direkten Aufeinandertreffen mit Aufstiegskonkurrent BW Oberhausen-Lirich kassierten die Duissener eine bittere 0:1-Heimschlappe. Dabei waren sich bei den Duisburgern vor dem Anpfiff alle über die Bedeutung der anstehenden Begegnung klar. So stellte Sport-Club-Coach Stefan Klaß fest: "Das ist heute nicht ein "Sechs-Punkte-Spiel", das ist ein "1000-Punkte-Spiel". [i]Ein Ortstermin[/i]

Unbedingten Siegeswillen zeigte zu Beginn des Matches jedoch nur der Gast aus Oberhausen. Vor gut 150 Zuschauern auf der Platzanlage in den Ruhr-Auen kam die von Frank Klieczewski trainierte Mannschaft zunächst besser ins Spiel und hätte in der elften Spielminute beinahe das erste Ausrufezeichen gesetzt. Doch Stefano Fiori köpfte das Spielgerät aus aussichtsreicher Position über das DSC-Gehäuse.

Den Platzherren gelang indes in den ersten 20 Minuten kaum etwas. Zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel, überhastet vorgetragene und nicht mit letzter Konsequenz zu Ende gespielte Angriffsbemühungen brachten Gäste Keeper Roberto Camillerie vorerst nicht in Schwierigkeiten.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/922-1946_preview.jpeg Lieferten sich ein kampfbetontes Spiel: Preußen Duisburg und BW Oberhausen[/imgbox]

Im Fokus stand weiterhin Camilleris Gegenüber Björn Nickel. Nachdem der 24-Jährige in der 23. Spielminute einen stark getretenen Freistoß von Damir Matinic noch schön pariert hatte, wäre er nur sechs Minuten später wohl machtlos gewesen. Doch Fiori vergab auch seine zweite Chance. Der Oberhausener Angreifer hatte seinen Gegenspieler nonchalante im Strafraum umspielt, schob den Ball aber um wenige Zentimeter am Kasten der Duisburger vorbei (29.).

Zehn Minuten vor dem Pausentee ließen dann die Gastgeber erstmals durchblicken, warum sie die letzten sieben Meisterschafts-Duelle ewonnen haben. Andy Lausberg (36.), Jens Benemann (37.) und Oliver Bähr (38.) hätten innerhalb von drei Minuten die so wichtige Führung für die Schwarz-Roten herausschießen können, scheiterten aber entweder am hervorragend aufgelegten Goalie des Tabellendritten oder am Querbalken.

Die zweiten 45 Minuten waren dann ein Abbild des ersten Durchgangs. Oberhausen spielte, Duisburg kämpfte und kam mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie. So verpassten es die Blau-Weißen zwischen der 45. und 70. Spielminute den Sack zuzumachen. Zweimal Fiori (49./51.), sowie Mike Nörenberg (53.) und Andre Höllerhoff (66.) hätten mit ihren Großchancen den Triumph der Kielczewski-Elf perfekt machen müssen.

Dass ausgerechnet Italo-Goalgetter Fiori in der 81. Spielminute das Tor des Tages erzielte, hatte er zum einen der Geduld seines Trainers und zum anderen der geringen Treffsicherheit seiner Stürmer-Kollegen im Dress des DSC zu verdanken. Sowohl Top-Torjäger Bähr, als auch dessen kongenialer Partner Lausberg vermochten beste Einschuss-Gelegenheiten nicht zu nutzen (70./75./76) und bescherten den Gästen somit drei, letztendlich verdiente, Punkte.

So sah es dann auch BW-Linienchef Kielczewski, der obwohl vom Unparteiischen zwanzig Minuten vor dem Ende der Partie auf die Tribüne geschickt worden war, bester Laune war: "Das war letztendlich ein verdienter Sieg. Allerdings hätten wir unsere Chancen besser ausnutzen müssen."

Letzteres lastete dann auch Preußen-Trainer Klaß seiner Mannschaft an: "Wir hätten eine unserer Chancen einfach machen müssen", bemerkte dieser sichtlich enttäuscht und verteilte dennoch ein Lob an seine Spieler: "Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben aufopferungsvoll gekämpft. Letztendlich hat der Gegner halt ein Tor mehr erzielt als wir." So einfach ist Fußball manchmal.

Autor: Moritz Rieckhoff

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