Spitzenreiter Verl kommt und mobilisiert so viele Zuschauer, dass es im Hammer Mahlberg-Stadion voll wird.

HAMMER SpVg.: Vierstellige Kulisse und Überraschung

Sandhowe will Beitrag leisten

hb
06. Mai 2007, 12:16 Uhr

Spitzenreiter Verl kommt und mobilisiert so viele Zuschauer, dass es im Hammer Mahlberg-Stadion voll wird. "Wir erwarten endlich mal wieder eine vierstellige Besucherzahl", freut sich Joachim Krug, sportlicher Berater der HSV, auf das Nachbarschaftsderby gegen den SCV. "Nur gegen Münster, Schalke und Gütersloh waren mehr als tausend Leute da. Wenn die Mannschaft nicht gut spielt, kommen auch mal nur 300 bis 400, aber heute wird das natürlich anders aussehen."

Existenzkampf trifft auf Aufstiegsgelüste. Mit einem Dreier in Hamm könnte die Elf von Trainer Mario Ermisch schon den vorletzten Schritt in Richtung Regionalliga tun. Auf der anderen Seite würde sich die Spielvereinigung mit einem Überraschungscoup gegen den Ligaprimus fast aller Sorgen entledigen. "Sollte uns eine Überraschung gelingen und die Konkurrenz Federn lassen, könnten wir uns deutlich von unten absetzen", meint Krug mit einem Blick auf die Tabelle. "Verl wird uns aber keineswegs den Gefallen tun und die Sache locker angehen. Erstens sind sie noch nicht durch und zweitens geht es bei den Spielern um die Verträge. Da lässt sich keiner hängen", bemerkt der ehemalige Ahlener, der den Tabellenführer am Mittwoch bei der Nachholpartie in Herne unter die Lupe nahm. "Die kommen schön aus der Defensive und nutzen dann geschickt ihre Gelegenheiten. Ich erwarte auch bei uns nicht, dass sie bedingungslos nach vorne stürmen", kennt Krug die Taktik des Gegners.

Wolfgang Sandhowe bleibt auf der anderen Seite gar nicht viel übrig, als auf sein bewährtes Defensiv-System zurückzugreifen. Dem HSV-Coach sind nämlich die Stürmer ausgegangen, obwohl Achilleas Courtoglou und Sven Heinze in dieser Woche wieder das Mannschaftstraining aufgenommen haben. "Beide sind im Kader, aber ich denke nicht, dass ich sie schon von Anfang an bringen werde", teilt Sandhowe mit. Sebastian Placzek, der zuletzt als Einzelkämpfer im Hammer Angriff auftrat, weilte wegen eines Trauerfalls in der Familie unter der Woche in Polen und ist zudem an der Schulter angeschlagen. Sollte er ausfallen, beginnt Haluk Metin in der Spitze, eine Alternative ist der A-Jugendliche Kevin Lanzendörfer. Auch Dirk Konerding kehrt ins Aufgebot zurück, sodass "Sandy" lediglich auf die verletzten Rafik Chaou und Artur Moor verzichten muss.

"Von der Grundkonzeption ist das für uns ein einfaches Match. Wir haben nichts zu verlieren", meint Sandhowe. "Im Hinspiel haben wir ein 1:1 geholt, damit könnte ich diesmal auch leben. Die äußeren Rahmenbedingungen stimmen und wir wollen unseren Beitrag leisten, dass es ein gelungener Nachmittag wird."

Autor: hb

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren