Gehörlose finden neue Fans

12.01.2014

Halle Oberhausen

Gehörlose finden neue Fans

Nachdem bereits am Samstag die Favoriten weitergekommen sind, blieb auch der zweite Tag der Oberhausener Hallenstadtmeisterschft ohne große Überrschung.

Einzig das Ausscheiden von GW Holten sorgte auf den Rängen für ein paar verdutzte Gesichter. Wobei die Vereinsverantwortlichen schnell Licht ins Dunkel bringen konnten. Nicht die erste Mannschaft (Bezirksligist) war es, die auf dem Parkett zu sehen war, sondern die zweite (C-Liga). Und für die war es dann auch das Debüt bei der Hallenstadtmeisterschaft. "Wir haben eine junge Truppe", erklärte Trainer Richard Hönscheid, der mit den Ansätzen seiner Jungs zufrieden war.

Doch von Beginn an. Am Morgen machte Titelverteidiger Arminia KLosterhardt in der Gruppe 5 kurzen Prozess. Alle Spiele wurden zu Null gewonnen, 14 Tore standen am Ende aus drei Partien auf der Habenseite. Trainer Michael Lorenz war zufrieden. "Die jungen Spieler haben gezeigt, dass sie über die nötige Qualität verfügen und sind engagiert zu Werke gegangen." Als Belohnung gab es für die am Erfolg beteiligten Spieler frei beim nachmittäglichen Lauf durch den Wald. Ob mit oder ohne Training - Klosterhardt hat gezeigt, dass sie zum dritten Mal hintereinander ein Wörtchen mitreden wollen bei der Titelvergabe.

Alle Ergebnisse der Gruppe 5:
[url]http://www.reviersport.de/pokal/hallenstadtmeisterschaft_oberhausen-ergebnisse-1-470.html[/url]

In der Gruppe sechs kristallisierte sich mit dem VFR 08 ebenfalls schnell ein Favorit heraus. Für Aufsehen sorgte hingegen ein anderer Klub: der TuS Buschhausen. Der C-Ligist wurde zum Favoritenschreck. Auch dank seines hervorragend haltenden Keepers - der eigentlich im Feld spielt. Doch da die Nummer eins lieber vor der Halle telefonierte, schlüpfte Dirk Lomberg kurzerhand ins Torwarttrikot und hielt, was zu halten war. "Ich habe in der Jugend mal im Tor gespielt", verriet der Held nachher, warum er sich nicht ganz ungeschickt zwischen den Pfosten anstellte. Zum Weiterkommen reichte seine Topleistung dann aber nicht. Der Bezirksligist SV Adler Osterfeld setzte sich am Ende ebenfalls durch.

Alle Ergebnisse der Gruppe 6:
[url]http://www.reviersport.de/pokal/hallenstadtmeisterschaft_oberhausen-ergebnisse-1-471.html[/url]

Der Nachmittag war dann nicht ganz so ereignislos. Mit dem GSV Oberhausen nahm zum ersten Mal auch eine Gehörlosen-Mannschaft an der Hallenstadtmeisterschaft teil. Und die hat den einen oder anderen Zuschauer durch ihr Können durchaus aufhorchen lassen. Von den Rängen ernteten die Debütanten dann auch viel Applaus und Anerkennung. Genauso hatten sie sich ihre Premiere vorgestellt. "Wir wollten zeigen, dass auch Gehörlose Fußball spielen können", erklärte Christopher Helten, der sich über den Zuspruch von der Tribüne freute. "Wir sind sehr gut aufgenommen worden und wenn alle applaudieren, dann nehmen auch wir Gehörlosen das in der Halle wahr."

Die Sensation gelang dem Neuling dann allerdings nicht. Gegen den Post SV, der ohne Punktverlust in die Endrunde einzog und Safakspor fehlte nach einem rasanten Start am Ende dann die Erfahrung. Doch wenn alles gut läuft, dann wollen sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein - dann hoffentlich mit eigenem Brustsponsor.

Alle Eergebnisse der Gruppe 7:
[url]http://www.reviersport.de/pokal/hallenstadtmeisterschaft_oberhausen-ergebnisse-1-472.html[/url]

In der Gruppe 8 machte dann der Spielclub 20 deutlich, dass er nicht allein von Thorsten Möllmann abhängig ist. Auch unter Michael Schneider kamen sie ohne Probleme eine Runde weiter. Zusammen mit Glück-Auf Sterkrade, die es eine Nummer spannender machten und erst nach dem letzten Spiel gegen die Sportfreunde 06 sicher in der Runde weiter waren.

Alle Ergebnisse der Gruppe 8:
[url]http://www.reviersport.de/pokal/hallenstadtmeisterschaft_oberhausen-ergebnisse-1-473.html[/url]

Am Sonntag, 19. Januar, wird jetzt der Hallenstadtmeister 2014 ermittelt. Ob die Favoriten dann wieder einfach so durchmarschieren?

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