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Endstation für den Zuschauer-Magneten

04. Januar 2014, 22:04 Uhr

Am ersten Tag der Süd/Ost-Qualifikationsrunde in der Werdener Löwental-Halle gaben sich alle Favoriten keine Blöße und zogen in die nächste Runde ein.

Doch den "Fanmagneten" erwischte es schon in Runde eins. Die Freizeittruppe "Playhouse Kickers" verlor in Gruppe eins alle drei Partien, wenn auch mitunter sehr knapp. Auch in diesem Jahr zogen viele Sympathisanten der Kickers in die Werdener Sporthalle und skandierten mit Recht: "Heimspiel in Werden!"

Gruppe 1: Aus für die Kickers

Die Kickers verloren im ersten Spiel gegen Teutonia Überruhr nach zwischenzeitlicher Führung noch in der letzten Spielminute mit 1:2 und hatten es so von vornherein schwer, weiterzukommen. Da die Kickers auch das zweite Spiel mit 1:3 gegen BW Mintard abgaben, war das Aus besiegelt. So machten Teutonia und Mintard im direkten Duell den zweiten und dritten Qualifikationsplatz aus, den sich Überruhr letztlich sicherte.

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Im letzten Spiel gaben die Kickers-Fans auch gegen Steele 03/09 noch einmal Vollgas, doch auch gegen den Primus war nichts zu holen, obwohl man den Steelern als einziges Team der Gruppe sogar zwei Gegentreffer zufügte. Steele selbst gewann alle drei Partien, auch in standesgemäßer Höhe und zog so als Gruppenerster in die nächste Runde ein.

ESC-Torwart landet im Krankenhaus

Selbes Spiel wie in Gruppe 1: Der haushohe Favorit ESC Rellinghausen setzte sich am Ende mit 20:1-Toren und voller Punktzahl durch. Dominik Reichardt erzielte insgesamt acht der 20 Treffer. Jedoch mussten die Rellinghauser im zweiten Spiel einen herben Rückschlag hinnehmen. Torwart Justin Lafelder ging nach einem verunglücktem Einsteigen eines Mintarder Stürmers benommen und mit einer klaffenden Platzwunde zu Boden. Er musste lange behandelt werden und wurde später ins Krankenhaus gefahren.

Nebenbei sicherte sich Yurdum Spor auch nach Spiel Nummer zwei die Teilnahme an der Vorrunde – durch Siege gegen Leithe und Freisenbruch. Yurdum Spor war am Vormittag das mit Abstand ruppigste Team und handelte sich im letzten Spiel gegen Rellinghausen allein eine rote Karte und diverse Zeitstrafen ein. Doch durch diese teilweise übertriebene Gangart konnte das Team sich früh Respekt verschaffen.

Im alles und entscheidendem Duell zwischen dem SV Leithe und dem TC Freisenbruch gewann der B-Ligist aus Freisenbruch knapp mit 1:0. Ein Unentschieden hätte dem TC auch gereicht – Leithe hätte die volle Punktzahl zum Weiterkommen benötigt und schied so sang und klanglos ohne eigenen Treffer aus.

Gruppe 3: SV Kray überzeugt

Diese Gruppe versprach am meisten Spannung: Es standen sich jeweils zwei Bezirks- und A-Ligisten gegenüber. Die SG Kupferdreh/Byfang unterlag im ersten Spiel gegen dem SV Kray 2:5. Der andere Bezirksligist Werden/Heidhausen bezwang hingegen Preußen Eiberg in der heimischen Halle im Löwental mit 5:1. Innerhalb des Teams der SG Kupferdreh schien es nicht gut zu laufen. Beispiel: Torwart Tobias Fedder fluchte unheimlich und verließ nach der zweiten Niederlage gegen Eiberg (1:3) wutentbrannt den Innenraum.

Im Spiel des starken SV Kray und des SC Werden/Heidhausen zeichnete sich Werdens Torwart Sebastian Ullisch mehrfach aus und musste sich am Ende doch nur mit einem Remis zufrieden geben. Der Gastgeber schaffte es tatsächlich nach einer vermeintlich sicheren 3:1 Führung innerhalb der letzten 30 Sekunden noch zwei Gegentreffer zu kassieren. Mit der Schlusssirene trafen die Krayer zum Ausgleich.

Deutlich wurde es dann wiederum in den letzten Partien: In der Hinrunde der Feldsaison gewann der SV Kray sein Spiel mit 8:1 gegen Preußen Eiberg – und das sogar auswärts. Im Aufeinandertreffen in der Halle gewannen die Krayer nun mit 3:1 - verdient und mit teilweise sehr schön herausgespielten Angriffen. Der SV dürfte in der nächsten Runde nicht unterschätzt werden. Für den Bezirksligisten Kupferdreh war es im ligainternen Duell gegen Werden die letzte Chance, mit einem Sieg auf Platz drei zu kommen und sich noch zu qualifizieren. Doch die „Clubberer“ aus dem Löwental ließen der SG keine Hoffnungen und gewannen mit 5:0.

Gruppe 4: Schnellstes Tor des Turniers

Der FC Kray trat natürlich nicht mit der Top-Elf aus der Oberliga Niederrhein an. Dennoch hatte der FC im Auftaktmatch keine Probleme mit dem B-Ligisten Winfried Huttrop und gewann souverän mit 7:0. Darunter auch ein Treffer von Spielertrainer Denis Tahirovic.

Im nächsten Spiel des FC Kray fiel das wohl schnellste Tor seit langer Zeit. Kirill Naumov brauchte nur ca. drei Sekunden nach Anpfiff für das 1:0 – als er frech vom Mittelpunkt aus abzog und so dem Torwart des FSV Kettwig mehr als nur überraschen konnte. Am Ende gewann der große Krayer Club 4:2.

Der krasse Außenseiter, die DJK Winfried Huttrop, hatte nach der deutlichen Niederlage gegen den FC Kray noch lange nicht aufgesteckt und führte einige Minuten gegen die drei Ligen höherspielenden Sportfreunde aus Niederwenigern. Doch als Niederwenigern den Ausgleich in der 9. Minute erzielte, nahm für Huttrop das Schicksal seinen Lauf und Niederwenigern fertigte den Kreisligisten noch mit 1:7 ab.

Das Duell zwischen Huttrop und Kettwig versprach noch einmal Spannung. Es ging darum, wer als Dritter sich noch ein Vorrundenticket schnappen würde. Dritter wurde der FSV aus Kettwig. Das lag vor allem daran, dass sich die Huttroper die Bälle nun selbst einschenkten – um so mit 0:4 den Kürzeren zu ziehen. Ein weiterer Faktor, der gegen den B-Ligisten sprach, war die Tatsache, dass Winfried nur mit einem Auswechselspieler antrat und der Kräfteverschleiß viel schneller zu spüren war.

Im Spitzenspiel der Gruppe schlug der Landesligist den Oberligisten und das deutlich mit 5:1. Vor allem die blitzschnellen Konter der Sportfreunde taten den Krayern weh, sodass man „nur“ als Zweitplatzierter in die Vorrunde geht.

Alle Ergebnisse der Gruppen 1-4 im Überblick:
[url]http://www.reviersport.de/pokal/hallenstadtmeisterschaft_essen-ergebnisse-2.html[/url]

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