Die 20. Auflage der Essener Hallenstadtmeisterschaft verlief am Premierentag mit einer kleiner Überraschung, einem Traumtor, 64 Treffern und singenden Borbeckern.

Halle Essen

Dellwiger Traumtor und singende Borbecker

Krystian Wozniak
03. Januar 2014, 22:48 Uhr

Die 20. Auflage der Essener Hallenstadtmeisterschaft verlief am Premierentag mit einer kleiner Überraschung, einem Traumtor, 64 Treffern und singenden Borbeckern.

Die gut gelaunten Fans der Eintracht hatten anfangs auch allen Grund zum Jubeln. Denn der A-Ligist, der in der Meisterschaft um das sportliche Überleben kämpft und seine Anhängerschaft in der Hinrunde nicht gerade mit Fußballkost vom Allerfeinsten begeisterte, zeigte in den ersten beiden Gruppenspielen jeweils eine beherzte Leistung und nach zwei Unentschieden war das Ticket für die Vorrunde eigentlich schon gebucht. Doch ausgerechnet der Außenseiter der Gruppe vermieste den Borbeckern um ihren neuen Trainer Marc Korytowski die Stimmung. Der B-Ligist Juspo Altenessen behielt im direkten Vergleich gegen die Eintracht mit 1:0 die Oberhand und darf am kommenden Wochenende nach Bergeborbeck wiederkehren.

Doch wer gedachte hatte, dass das Ausscheiden der Borbecker die Eintracht-Fans in ihrer guten Laune stören würde, der wurde eines Besseren belehrt. "Wir woll'n die Mannschaft sehn" und "Halle ist nur einmal im Jahr" schallte es durch die gut gefüllte Tribüne in Bergeborbeck, während Korytowski mit dem Ex-Eintracht-Trainer Marcel Müller das Ausscheiden analysierte. "Scheiße! Das war doch richtig geil, wie die Leute uns unterstützt haben, oder? Es tut mir für unsere Fans wahninnig leid", war Daniel "Junior" Walter, Borbecks Nummer zehn, der Frust über das Aus anzusehen.

Hier finden Sie alle Ergebnisse:
[url]http://www.reviersport.de/pokal/hallenstadtmeisterschaft_essen-ergebnisse.html [/url]

Während die Eintracht das Nachsehen hatte, dürfen sich neben Juspo Altenessen, auch TuRa 86 sowie Tusem Essen als Gruppensieger in der Vorrunde probieren. "Wir wollen zum Hallo nach Stoppenberg. Das war der erste Schritt", sagt 86-Boss Thomas "Diego" Nordmann.

Zu der Zwischenrunde im Stoppenberger Sportpark, wo natürlich traditionell mit einer Rund-um-Bande gespielt wird, wollen möglichst alle Teilnehmer reisen. Auf einem guten Weg dieses Ziel zu erreichen, ist Titelverteidiger TuS Essen-West 81. Die "Westler", die sich noch im ersten Spiel gegen einen überraschend starken B-Ligisten DJK Dellwig 1910 noch zu einem 3:1-Erfolg mühten, wurden von Spiel zu Spiel besser und erzielten am Ende des Abends satte 21 Tore der insgesamt 64 Buden am Freitag. Ganze 14 Tore gegen den überforderten C-Ligisten SV Katernberg, der mit Turnierlegende Jürgen Hartmann an den Start ging. Oldie Hartmann war bislang bei allen 20. Auflagen des Essener Budenzaubers vertreten. Hut ab!

Doch das Highlight des ersten Turniertages gehörte zweifelsohne Michel Fischer von der DJK Dellwig. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Preußen Essen war es Fischer vergönnt, in einem packenden Duell, das 4:4 endete, mit einem fulminanten Fallrückzieher-Tor für den Aha-Moment des Premierentages zu sorgen. "Ein unglaubliches Ding. So etwas kriegt er nicht noch einmal hin", lachte Pascal Doll, zweiter Vorsitzender und Spieler der Zehner. Doll ergänzt: "Das ist unsere beste Qualifikationsleistung seit gefühlt zehn Jahren. Das wird uns noch mehr pushen." Neben 81 und Dellwig qualifizierte sich auch Preußen für die Vorrunde. Katernberg um Rekordspieler Hartmann musste mit einem Torverhältnis von 1:28-Treffern und null Punkten frühzeitig die Segel streichen.

Autor: Krystian Wozniak

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