Alles andere als sonnig ist momentan trotz des Frühsommers die Stimmung bei Landesligist Erler SV. Zwischen Mannschaft und Vorstand scheint das Tischtuch zerschnitten zu sein. „Es sind Dinge passiert zwischen dem Vorstand und den Spielern, die nicht in Ordnung sind und die von Seiten der Mannschaft eine Reaktion erfordern“, ist aus Mannschaftskreisen der Gelsenkirchener zu hören. Daher planen die Kicker, beim Match in Leithe am 32. Spieltag nicht anzutreten.

ERLER SV: Seit Monaten warten Spieler auf ihr Geld

"Nicht in Ordnung"

kub
04. Mai 2007, 09:00 Uhr

Alles andere als sonnig ist momentan trotz des Frühsommers die Stimmung bei Landesligist Erler SV. Zwischen Mannschaft und Vorstand scheint das Tischtuch zerschnitten zu sein. „Es sind Dinge passiert zwischen dem Vorstand und den Spielern, die nicht in Ordnung sind und die von Seiten der Mannschaft eine Reaktion erfordern“, ist aus Mannschaftskreisen der Gelsenkirchener zu hören. Daher planen die Kicker, beim Match in Leithe am 32. Spieltag nicht anzutreten.

Konkret ist einer der Vorwürfe, dass die Spieler teilweise seit sechs Monaten auf das zugesicherte Geld warten. Insbesondere der Erste Vorsitzende, Peter Gendreiko, ist in die Kritik der Spieler geraten.

Dieser habe nach Spieleraussagen aufgrund der schwachen Leistungen im Oktober die Zahlungen rückwirkend um 50 Prozent gekürzt und wegen der fehlenden Perspektive gleichzeitig angekündigt, weitere Zahlungen zu stoppen. Auch eine Serie mit elf Spielen ohne Niederlage habe an dieser Situation nichts geändert. Ein weiterer Kritikpunkt ist die mangelhafte Unterstützung des Teams. „Unsere Vorsitzenden lassen sich absolut nicht mehr bei der Mannschaft blicken und sind kaum zu kontaktieren. Der Verein kommt auf keinen von uns zu und wir sind letztlich auf uns allein gestellt.“

Der Vorsitzende selber ist überrascht von den Ankündigungen. „Das spiegelt den Charakter unserer Mannschaft wieder“, erklärt Gendreiko, der die Leistung des Teams über die gesamte Saison als sehr schlecht bezeichnet. „Wir sind mit einem ganz anderen Anspruchsdenken, nämlich Platz eins oder zwei, in die Spielzeit gegangen.“ Aufgrund der ausbleibenden Erfolge seien dem Verein auch schon Sponsoren abhanden gekommen. Zudem seien in diesem Jahr unerwartete Altlasten an den Verein herangetragen worden, so dass zur Rettung des Gesamtvereins erst einmal diese beglichen werden müssten. „Wir werden alles tun, um Mannschaft und Trainer zu bezahlen, aber im Moment geht das noch nicht“, berichtet der Vorsitzende. Die nächsten Wochen bergen noch einige Spannung.

Autor: kub

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