Für die Sportfreunde Marxloh ist das Pokalabenteuer zu Ende. In der fünften Runde des ARAG-Pokals auf Kreisebene verlor der angehende B-Ligist am gestrigen Abend sein Heimspiel gegen die um fünf Klassen höher spielenden Gäste von Hamborn 07 mit 1:4. Den ersten Rückschlag mussten die Gastgeber bereits vor dem Anpfiff hinnehmen. Mikail Cengiz, Mittelfeldregisseur und Dreh-und Angelpunkt im Spiel der Grünen, konnte wegen eines Todesfalls in der Familie nicht auflaufen.

Kreis DU/MH/Dinslaken: ARAG-Pokal auf Kreisebene: Ortstermin

Pokalsensation bleibt aus

Moritz Rieckhoff
03. Mai 2007, 13:48 Uhr

Für die Sportfreunde Marxloh ist das Pokalabenteuer zu Ende. In der fünften Runde des ARAG-Pokals auf Kreisebene verlor der angehende B-Ligist am gestrigen Abend sein Heimspiel gegen die um fünf Klassen höher spielenden Gäste von Hamborn 07 mit 1:4. Den ersten Rückschlag mussten die Gastgeber bereits vor dem Anpfiff hinnehmen. Mikail Cengiz, Mittelfeldregisseur und Dreh-und Angelpunkt im Spiel der Grünen, konnte wegen eines Todesfalls in der Familie nicht auflaufen.

Dennoch zeigten sich die Gastgeber im Vorfeld des "Spiels des Jahres" optimistisch: "Von Hamborn kennt man ja doch den einen oder anderen", bemerkte Marxlohs Abdullah Özcan und fügte augenzwinkernd hinzu: "Nach dem Spiel wird uns der Gegner auch kennen." Großen Worten ließen die Sportfreunde dann auch Taten folgen.

Vor gut 200 Zuschauern auf dem Sportplatz an der Grillostrasse agierten die Hausherren zunächst sehr Defensiv und machten dem Gegner so das Leben unerwartet schwer. Bereits nach einer Viertelstunde war dem haushohen Favoriten klar: Das wird kein Spaziergang. Einen Spaziergang der anderen Art, sahen die Anhänger beider Teams dann in der 13. Spielminute. Nach einem herrlichen Sololauf mit anschließendem Zuspiel von Birol Saffak auf Murat Basar, scheiterte der SFM-Goalgetter aus aussichtsreicher Position nur knapp an 07-Schlußmann Jens Dowedeit. Nach zwanzig Minuten wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle dann aber doch gerecht und rissen das Spiel nun mehr und mehr an sich. Chancen im Minutentakt waren die Folge. Doch zweimal Michel Hilgert (20./24.) sowie Almir Sogolj (22.) und Maik Noldes (33.) konnten das Leder nicht im Tor des wacker kämpfenden Kreisligisten unterbringen. Zu einem Remis zur Halbzeit sollte es aber dennoch nicht reichen. Sogolj (35.) und Andreas Schäfer (44.) markierten mit ihren Treffern den Standesgemäßen 2:0-Halbzeitstand aus Sicht der "Löwen".[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/868-1892_preview.jpeg Wirbelten viel Staub auf: Die Sportfreunde Marxloh machten ein gutes Spiel[/imgbox]

In den zweiten 45Minuten wusste der Verbandsligist dann auch spielerische Akzente zu setzen. Eine schöne Kombination zwischen Daniel Surkan, Richard Zander und Sogolj, veredelte der Torjäger mit dem dritten Tor des Abends (54.). Als die Gegenwehr der Platzherren bereits merklich nachgelassen hatte, sorgte Pierre Schmitz für die einzige unschöne Szene des Abends. Nach einer Tätlichkeit sah der, aus der zweiten Mannschaft ins Team gerückte Akteur die Rote Karte. In Unterzahl agierte die Gastmannschaft weiter Druckvoll und kam in der 75. Spielminute zu einem weiteren Erfolgserlebnis. Mit seinem dritten Treffer erstickte Sogolj die letzten Hoffnungen der Hausherren, denen durch Murat Basar nur noch der Ehrentreffer gelang (81.).

O7-Intirims-Coach Frank Golomb lobte seine Mannschaft nach dem Match und befand: "Wir haben verdient gewonnen. Für uns war das enorm wichtig, um wieder ein wenig Ruhe in die Mannschaft zu bekommen." Die Rote Karte gegen Schmitz ärgerte den "Löwendompteur" nicht: "Das habe ich nicht so schlimm gesehen. Gelb hätte es auch getan". Trainerkollege Oguz Yildirim, der wie der zweite Übungsleiter der SF Marxloh Abdullah Özcan selbst in der ersten Elf stand, konstatierte: "Das Ergebnis geht in Ordnung. Wichtig war uns, dass wir ein gutes Spiel zeigen und uns als gute Gastgeber präsentieren." Beides ist den Sportfreunden Marxloh uneingeschränkt gelungen. Gegner und Gast Hamborn lud den gestrigen Pokalrivalen noch unmittelbar nach Spielschluss zum Vereinseigenen Fußballturnier ein.

Autor: Moritz Rieckhoff

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