Die Kicker der zweiten Schalker Mannschaft sind mit Gedanken momentan offenbar ganz woanders, nur nicht bei ihrem Pflichtprogramm in der Oberliga. Diesen Eindruck hat Trainer Mike Büskens seit der 3:4-Niederlage am vergangenen Sonntag in Herne, wo man eine 3:0-Führung verspielte.

SCHALKE II: Spieler orientieren sich neu

Büskens: "Jungs werden verrückt gemacht"

hb
03. Mai 2007, 09:02 Uhr

Die Kicker der zweiten Schalker Mannschaft sind mit Gedanken momentan offenbar ganz woanders, nur nicht bei ihrem Pflichtprogramm in der Oberliga. Diesen Eindruck hat Trainer Mike Büskens seit der 3:4-Niederlage am vergangenen Sonntag in Herne, wo man eine 3:0-Führung verspielte. "Es ist eine Phase, in der die Jungs von ihrem Umfeld verrückt gemacht werden. Viele wollen sich neu orientieren, das blockiert den einen oder anderen, denn sie sind mental noch nicht gefestigt", blickt der Fußball-Lehrer mit einem unguten Gefühl auf den Rest der Saison.

Mit ihrer tollen Aufholjagd hatten sich die Gelsenkirchener nahe an die Spitze gepirscht. Bei einem Dreier in Herne wäre sogar Platz eins noch in Sichtweite gewesen, zumal neben Spitzenreiter Verl auch Verfolger Bielefeld Punkte liegen ließ. "Leider haben wir eine große Chance weggeschmissen. Dabei habe ich die ganze Woche davor gewarnt, wie charakterstark Herne ist. Das hat die Truppe in der laufenden Serie immer wieder bewiesen", ist bei Büskens bis heute der Ärger über die Nachlässigkeit seiner Schützlinge nicht verflogen. "Was da falsch gelaufen ist, haben wir in den vergangenen Tagen deutlich angesprochen", droht der Ex-Profi für das kommende Revierderby gegen Schlusslicht Hüls Konsequenzen an.

Allerdings hat er auch ein wenig Verständnis für die Situation der Youngster, die Schalkes Reserve lediglich als Sprungbrett für höherer Ziele nutzen wollen. "Durch die guten Ergebnisse und Leistungen in der Rückrunde haben die Spieler das Interesse anderer Vereine geweckt. Wenn ich sehe, wo sonntags die ganzen Scouts herkommen, dann ist doch klar, dass man sich präsentieren will", nickt Büskens. "Die Jungs möchten nun den nächsten Schritt auf der Karriereleiter gehen, wissen aber gleichzeitig , dass es im eigenen Haus sehr schwierig wird, nach oben zu kommen. Dann kommen die Berater und versprechen viel, aber erst später sieht man, was wirklich dabei herumkommt."

Fast alle träumen von der Bundesliga, doch die Wirklichkeit heißt erst einmal VfB Hüls. Der richtige Anlass, um wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen.

Autor: hb

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