Der SC Verl hat seine Aufstiegsambitionen auch beim Nachholspiel im Stadion am Schloss Strünkede untermauert. Die Mannschaft von Mario Ermisch kam gegen den SC Westfalia Herne zu einem 2:0-Erfolg und hält damit die Konkurrenz auf Distanz. Trotz des komfortablen 8-Punkte-Polsters auf Arminia Bielefeld II weigert sich Ermisch entschlossen dagegen, den Sekt kalt zu stellen: “Es warten schließlich noch fünf schwere Spiele auf uns.“

SC Verl festigt Spitzenposition: 2:0 bei Westfalia Herne

Knackpunkt Elfmeter

Christian Pozo y Tamayo
02. Mai 2007, 22:17 Uhr

Der SC Verl hat seine Aufstiegsambitionen auch beim Nachholspiel im Stadion am Schloss Strünkede untermauert. Die Mannschaft von Mario Ermisch kam gegen den SC Westfalia Herne zu einem 2:0-Erfolg und hält damit die Konkurrenz auf Distanz. Trotz des komfortablen 8-Punkte-Polsters auf Arminia Bielefeld II weigert sich Ermisch entschlossen dagegen, den Sekt kalt zu stellen: “Es warten schließlich noch fünf schwere Spiele auf uns.“

Die mit 23 Gegentreffern beste Abwehr der Oberliga Westfalen ließ auch am Mittwoch gegen Herne wenig anbrennen. Die grundsätzlich aktivere Westfalia verzweifelte an der konsequenten und engmaschigen Abwehrarbeit der Ostwestfalen. „Wir haben gegen die kampfstarken Herner sehr diszipliniert gespielt“, lobt Ermisch sein Team, betont jedoch im gleichen Atemzug, dass auch die Hausherren wenig zuließen: „Insgesamt hatten beide Mannschaften kaum Torchancen.“

Vor allem das Fehlen von Torjäger Sami El-Nounou (Rot-Sperre) macht sich im Spiel der Herner bemerkbar. Zu selten kamen die Hausherren gefährlich vor das gegnerische Tor, wenn doch, fehlten die Ideen und der letzte Pass. Doch Herne-Coach Frank Schulz hat trotz des jüngsten 4:3-Erfolgs gegen Schalke 04 II ohnehin kein Offensiv-Feuerwerk seiner Mannschaft erwartet: „Es war klar dass es schwer sein wird, die Ausfälle zu ersetzen.“

In der Tat erlebten die 600 Zuschauer im Rund eine verhaltene erste Stunde. Erst als SCV-Kapitän Carlos Castilla im Herner Strafraum zu Fall gebracht wurde, kam Leben in die Partie. Orhan Oezkara verwandelte den Foulelfmeter sicher – 0:1. Herne suchte fortan die Flucht nach vorne und eröffnete dem Ligaprimus viel Raum für schnelle Konter. „Der Elfmeter war der Knackpunkt der Partie. Bis dahin waren wir gleichwertig, haben dann aber aufgemacht. Dann brachen alle Dämme“, meint Herne-Kapitän Michael „Charly“ Neumann.

In der 73. Minute sorgte der quirlige Soner Dayangan für die Entscheidung. Sein Gegenspieler Normann Seidel meldete den Stürmer über weite Strecken des Spiels gänzlich ab, aber den Traumpass von Castilla vollstreckte der Angreifer in meisterlicher Manier. „Das war klasse. So etwas zeichnet einen echten Torjäger aus“, meint Ermisch anerkennend.

„Meine Mannschaft hat alles gegeben, damit bin ich zufrieden“, verdeutlicht Frank Schulz, zeigt sich aber weniger glücklich mit dem Verlauf der Partie: „Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel.“

Autor: Christian Pozo y Tamayo

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren