Zum Abschluss der aktuellen Spielzeit 2006/07 mussten sich die Hagener „Feuervögel“ im rund 430 Kilometer entfernten Weißenfels dem gastgebenden MBC mit 84:71 (21:26; 23:19; 10:15; 30:11) geschlagen geben. Unter den insgesamt knapp 3000 Zuschauern in der fast ausverkauften Stadthalle Weißenfels sahen rund 50 mitangereiste Hagener Fans ein Spiel auf hohem Niveau, welches vor allem in der Anfangsphase von den Volmestädtern dominiert wurde. Erst im Schlussviertel, welches mit 30:11 klar an die „Wölfe“ ging, verloren die Risse-Schützlinge den Faden, durften jedoch schlussendlich das Parkett mit erhobenem Haupt verlassen.

Phoenix Hagen: 84:71-Niederlage

Gutes Spiel, dennoch verloren

02. Mai 2007, 15:20 Uhr

Zum Abschluss der aktuellen Spielzeit 2006/07 mussten sich die Hagener „Feuervögel“ im rund 430 Kilometer entfernten Weißenfels dem gastgebenden MBC mit 84:71 (21:26; 23:19; 10:15; 30:11) geschlagen geben. Unter den insgesamt knapp 3000 Zuschauern in der fast ausverkauften Stadthalle Weißenfels sahen rund 50 mitangereiste Hagener Fans ein Spiel auf hohem Niveau, welches vor allem in der Anfangsphase von den Volmestädtern dominiert wurde. Erst im Schlussviertel, welches mit 30:11 klar an die „Wölfe“ ging, verloren die Risse-Schützlinge den Faden, durften jedoch schlussendlich das Parkett mit erhobenem Haupt verlassen.

„Auch wenn wir im letzten Spielabschnitt nicht mehr die Konstanz der ersten drei Viertel beibehalten konnten, bin ich mit der Leistung sehr zufrieden. Eventuell wäre im Endeffekt mehr für uns drin gewesen, wenn wir etwas abgeklärter gespielt hätten“, bilanziert Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann eine über weite Strecken ausgeglichene Partie, die angesichts des letztmaligen Auftretens vom scheidenden MBC-Headcoach Ari Tammivaara einen sehr emotionalen Charakter hatte.

Fulminanter Beginn / Philip Günther und Baumann stark

Vor einer lautstarken Kulisse erwischte Phoenix Hagen den besseren Start. Angeführt vom bärenstarken Philip Günther gingen die „Feuervögel“ hochkonzentriert zu Werke und münzten ihre anfängliche Überlegenheit schnell in Punkte um. Gerade Philip Günther sorgte mit seinem „Dreier-Run“ für Festtagsstimmung bei der mitgereisten Hagener Fangemeinde. Der 22-jährige Phoenix-Point Guard (insgesamt 12 Punkte) spielte stark auf und brachte seine Farben Ende des ersten Viertels mit seinem vierten Dreier mit 19:24 in Front.

Es entwickelte sich eine spannende Zweitligapartie, in der der Mitteldeutsche Basketball Club zusehends stärker wurde. Nach einem Drei-Punkte-Wurf von Hagens US-Amerikaner Adam Baumann, der mit 27 Punkten und 13 Rebounds überragender Akteur am gestrigen Abend war, zogen die „Wölfe“ beim Stand von 33:39 das Tempo an und gingen kurz vor der Halbzeitpause durch Michael Buse in Führung (42:41). Die Volmestädter antworteten postwendend und eroberten mittels zweier Chennoufi-Punkte die Führung zurück (44:45, Halbzeitstand).

Schröter hält Phoenix auf Kurs / Einbruch im Schlussviertel

Entgegen „üblicher Gepflogenheiten“ kam Phoenix Hagen aggressiv aus den Katakomben der Weißenfelser Stadthalle zurück in die Partie. In dieser Phase war es gerade Sebastian Schröter (14 Punkte) zu verdanken, dass Phoenix Hagen weiter auf Kurs blieb. Hagens 2,08-Meter großer Power Forward spielte stark auf und war maßgeblich daran beteiligt, dass der MBC bis zum Ende des dritten Viertels auf Distanz gehalten werden konnte (54:60).

Bis dato sahen die knapp 3000 Zuschauer eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für die Hagener Gäste. Die Mannen um MBC-Kapitän Tomáš Grepl wollten diesen Trend vehement entgegenwirken und drehten nun mächtig auf. Angeführt von Grepl (mit 19 Punkten Topscorer auf MBC-Seite) starteten die „Wölfe“ eine wahre Aufholjagd und zwangen Grothe & Co., die zusehends den Faden verloren, durch eine aggressive Pressdeckung zu unkonzentrierten Abschlüssen. Angepeitscht durch die imposante Weißenfelser Kulisse setzte sich der MBC konstant ab und bereitete seinem sichtlich gerührten Headcoach Ari Tammivaara mit einem 84:71-Heimerfolg einen gebührenden Abschied.

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