Saures für die Marzipanstädter! Borussia Dortmunds Reserve setzte die Ankündigung, an der Lohmühle einen Dreier einzusacken, in die Tat um. Nach 90 Minuten wurde der BVB als 3:1 (2:0)-Sieger sogar vom heimischen Publikum mit Applaus in die Kabine verabschiedet.

VFB LÜBECK-DORTMUND II 1:3 (0:2) / Ricken überragend

Applaus für die Gäste-Gewinner

30. April 2007, 13:13 Uhr

Saures für die Marzipanstädter! Borussia Dortmunds Reserve setzte die Ankündigung, an der Lohmühle einen Dreier einzusacken, in die Tat um. Nach 90 Minuten wurde der BVB als 3:1 (2:0)-Sieger sogar vom heimischen Publikum mit Applaus in die Kabine verabschiedet. "Das", strahlte Trainer Theo Schneider, "hatte es so vorher noch nie gegeben, meine Jungs waren ziemlich überrascht. Aber es zeigt auch, dass unsere Leistung anerkannt wurde." Der ehemalige Oberhausener fasst zusammen: "Wir haben kompakt dagegengehalten, dazu immer wieder geschickte Konter gesetzt. Uns war klar, dass Lübeck nach schwächeren Spielen unter Druck steht und das Fan-Lager bei unerwünschtem Verlauf kippen würde."

Lars Ricken, der erneut für die Borussen in der dritten Klasse auflief, während die Profis zuhause gegen Eintracht Frankfurt um Bundesliga-Punkte kämpften, glänzte in seiner Mittelfeld-Rolle und verband spieltechnisches Geschick mit Treffern. "Die Tore zum 0:1 und 0:2 hat er schön gemacht, dazu setzte er noch einen Freistoß kurz vor der Pause an den Pfosten", hob Schneider den Daumen.[infobox-right]Zahlen & Fakten
VfB Lübeck: Frech - Rump, Schröder, Hirsch, D. Dogan - Kullig (40. Wehrendt) - Zimmermann, Baltes, Wölk (46. Weber) - Kruppke, Heun (40. Bärwolf).
Borussia Dortmund II: Höttecke - Saka, Njambe, Hünemeier, Kohlmann - Vrzogic (81. M. Großkreutz), Akgün, Hillenbrand (89. Piossek), Ricken, Solga - Saka, Omerbegovic (71. Senesie) Tore: 0:1 Ricken (27.), 0:2 Ricken (31.), 1:2 Rump (78.), 1:3 Senesie (90.). Gelbe Karten: Wölk, Schröder – Hünemeier. Schiedsrichter: Bandurski (Essen). Zuschauer: 3001.[/infobox]

Einziges Manko beim starken Gäste-Auftritt: Die Chancen-Verwertung! Denis Omerbegovic hatte bereits VfB-Keeper Frech ausgetanzt, vertändelte aber die Kugel, anstatt sie auf den freistehenden Ricken weiterzuleiten. Schneider: "Wir hätten den Sack eher zumachen können. So sind wir nach dem Wechsel wieder aggressiv in die Zweikämpfe gegangen, haben Lübeck nicht ins Spiel kommen lassen."
Eine Standard-Situation brachte den Hansestädtern dann doch etwas Hoffnung, Rumps Kopfball landete zum 1:2 im Kasten der Dortmunder (78.). "Anschließend gab es einige
Kick-and-Rush-Situationen, die wir aber gemeistert haben. Ein prima ausgeführter Konter brachte letztlich die Entscheidung", freute sich Schneider. Ricken bediente Sahr Senesie, der nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback gab und sein zehntes Saisontor erzielte (90.).

Schneider: "Wir sind wieder näher an die Rettungs-Zone herangekommen. Was wir in den letzten Wochen gemacht haben, war kein Rufen im Walde, sondern kontinuierliche Arbeit, die auch mit Punkten belohnt wurde. Die Art und Weise, wie meine Jungs aufgetreten sind, war ganz stark."

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