Es ist wieder soweit! Am heutigen Sonntag werden Duisburgs Straßen von Läufern und Skatern unsicher gemacht. Der traditionsreiche Rhein-Ruhr-Marathon startet um acht Uhr mit den Inlinern, eine Stunde später geht es mit den Halbmarathonläufern weiter, ehe um 9.15 Uhr die Marathonis auf die Strecke gehen. Dass es im wahrsten Sinne des Wortes ein heißes Wochenende wird, dafür sorgt auch das Hochdruckgebiet Silvia.

Heutiger Duisburg-Marathon wird eine "heiße" Sache

Kein Hitzefrei für Läufer

28. April 2007, 19:34 Uhr

Es ist wieder soweit! Am heutigen Sonntag werden Duisburgs Straßen von Läufern und Skatern unsicher gemacht. Der traditionsreiche Rhein-Ruhr-Marathon startet um acht Uhr mit den Inlinern, eine Stunde später geht es mit den Halbmarathonläufern weiter, ehe um 9.15 Uhr die Marathonis auf die Strecke gehen. Dass es im wahrsten Sinne des Wortes ein heißes Wochenende wird, dafür sorgt auch das Hochdruckgebiet Silvia.

Bei Temperaturen jenseits der 20 Grad wird sich jeder Läufer freuen, wenn neben den 17 Versorgungsstationen auf der Strecke die Bürger in privaten Initiativen Getränke anreichen und Läuferduschen einrichten. Fast noch wichtiger:

Die Hitze-Tipps von Laufsport-Experte Jörg Bunert
1. Den Lauf, das schöne Wetter und die Zuschauer in einem sehr moderaten, den Temperaturen angemessenem Tempo genießen. Etwa eine halbe bis eine Minute pro Kilometer langsamer laufen als bei kühlen Temperaturen. Dann wird der Lauf zu einem unvergesslich schönen Ereignis.

2. Das Frühstück sollte sich nicht wesentlich von dem normalen, gewohnten unterscheiden. Kaffee, Wasser, Brot mit Marmelade, kein Ei, keine Wurst. Spätestens zwei Stunden vor dem Lauf ist der Tisch abgedeckt.

3. Vor dem Start nicht in der Sonne aufhalten und reichlich Wasser trinken (gut einen halben Liter). Wichtig ist, früh genug mit dem Trinken während des Laufes zu beginnen. Unbedingt jede Wasserstation ansteuern. Auch schon nach fünf Kilometern reichlich trinken, selbst wenn man keinen Durst hat. Viele Läufer nutzen einen Getränkegürtel. Das ist gut, wen man länger unterwegs ist und trotz der zahlreichen Getränkestationen einen hohen Flüssigkeitsbedarf hat. Lieber stehen bleiben und trinken, als im Laufen alles zu verschütten.

4. Schwämme sollten mitgenommen und bei jeder Möglichkeit vollgetunkt werden. Mit den Schwämmen befeuchtet man sich zunächst den Kopf und anschließend Arme und Beine. Auch sollte man von den aufgestellten Duschen Gebrauch machen. Die Feuchtigkeit schadet allerdings den Füßen mitunter, weil sie eine Blasenbildung hervorrufen kann. Deshalb: Die Füße und alle Stellen am Körper, die scheuern können, gut mit Hirschtalg einreiben.

5. Günstig für Hitzeläufe sind Laufkappen. Sie halten die Sonne ab und weisen an den Seiten eine löcherige Struktur auf.

6. Sehr wichtig ist auch die Zufuhr von Kohlehydratkonzentraten (Powergel) auf den letzen 20 Kilometern. Da der Körper sehr viel an Salzen, Spurenelementen und Mineralien durch das Schwitzen verliert, können die wichtigen, leistungsnotwendigen Substanzen vom Körper schnellstens wieder über die Magenschleimhäute aufgenommen werden. Einem 4-Stunden-Läufer rate ich etwa drei bis vier Powergels ab KM 25 an. Unbedingt die Gels auch mit viel Wasser aufnehmen. Halbmarathonläufer, die länger als zwei Stunden benötigen, sollten auch ab KM 15 ein oder zwei Gels zu sich nehmen.

7. Nach dem Lauf wieder reichlich trinken. Mein Tipp: Neben Wasser ist Cola im Ziel angeraten. Die Cola schäumt im Magen auf und belastet ihn deshalb weniger. Zudem belebt sie den Kreislauf.

8. Nach dem Zieleinlauf den Schatten aufsuchen, die Beine hochlegen und zufrieden im Erfolg baden.

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