Bayern München hat sich endgültig aus dem Kampf um die Champions League verabschiedet. Nach einer über weite Strecken indiskutablen Leistung unterlag die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld trotz einer zwischenzeitlichen Führung gegen den Hamburger SV mit 1:2 (1:0) und verspielte damit seine ohnehin nur noch geringe Chance auf die Königsklasse wohl endgültig.

Bayern München - Hamburger SV 1:2

Enttäuschende Bayern verspielen letzte Chance

28. April 2007, 17:35 Uhr

Bayern München hat sich endgültig aus dem Kampf um die Champions League verabschiedet. Nach einer über weite Strecken indiskutablen Leistung unterlag die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld trotz einer zwischenzeitlichen Führung gegen den Hamburger SV mit 1:2 (1:0) und verspielte damit seine ohnehin nur noch geringe Chance auf die Königsklasse wohl endgültig.

Claudio Pizarro (35.) hatte zunächst für die Führung gesorgt, doch der angeblich von den Bayern umworbene Rafael van der Vaart mit einem Tor des Monats (71.) und der Ex-Münchner Paolo Guerrero (77.) drehten die Partie innerhalb von sechs Minuten. Der HSV hat sich durch den überraschenden, aber durchaus verdienten Erfolg in München den Ligaverbleib mit nun 39 Punkten so gut wie gesichert.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/738-1760_preview.jpeg Foto: firo.[/imgbox]
Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens, die in der Schlussminute Thimothee Atouba wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot verlor, nutzte die zum wiederholten Male auftretenden Schwächen in der Bayern-Defensive gnadenlos aus und wiederholte den 2:1-Auswärtssieg der Vorsaison. Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena begannen beiden Mannschaften zurückhaltend. Einzig Hasan Salihamidzic hatte in der Anfangsphase eine nennenswerte Chance, als er nach schönem Zuspiel von Roy Makaay mit einem Rechtsschuss aus 16 Metern an HSV-Keeper Frank Rost scheiterte (7.). Auch in der Folgezeit brachten beide Teams kaum nennenswerte Aktionen zustande und verstrickten sich häufig im Mittelfeldgeplänkel.

Wie aus dem Nichts tauchte dann plötzlich David Jarolim nach einem Pass von van der Vaart, der laut Klub-Boss Bernd Hoffmann auch in der kommenden Saison für den HSV spielen wird, in der 21. Minute frei vor Oliver Kahn auf. Jarolim umkurvte den Bayern-Kapitän, doch der für Daniel van Buyten in die Innenverteidigung gerückte Martin Demichelis konnte zur Ecke klären. Der HSV blieb fortan das spielbestimmende Team gegen teils konfus agierende Münchner und hatte in der 32. Minute die große Chance zur Führung.

Einen Linksschuss von Juan Pablo Sorin konnte Demichelis jedoch gerade noch von der Linie schlagen. Die Bayern, die nach einem Bericht der Sport-Tageszeitung Gazzetta dello Sport mit dem italienischen Weltmeister Luca Toni vom AC Florenz über einen Wechsel einig sein sollen, kamen danach völlig überraschend zur Führung. Pizarro nutzte eine Verwirrung in der HSV-Abwehr und erzielte in der 35. Minute mit seinem siebten Saisontor das 1:0. Dass der Treffer aus gleich mehreren Zufällen resultierte, passte zu der schwachen Partie.

Die Bayern fanden aber auch mit der Führung im Rücken selten zu ihrem Spiel. Stattdessen hatten Collin Benjamin (56.) und Sorin (63.) beste Chancen zum Ausgleich, für die Bayern vergab van Bommel (64.) die mögliche Vorentscheidung. So kam der HSV immer besser ins Spiel und van der Vaart sowie Guerrero drehten die Partie. Bei den Gastgebern, bei denen sich van Bommel die zehnte und Salihamidzic die fünfte Gelbe Karte einhandelten und damit bei Borussia Mönchengladbach gesperrt fehlen werden, verdiente sich allenfalls Torschütze Pizarro eine gute Note. Auf Seiten des HSV fielen van der Vaart und Rost positiv auf.

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