Oberliga Westfalen: 5. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

„Mission Impossible“ für Erkenschwick?

Thomas Ziehn
07. September 2006, 16:15 Uhr

Gleich auf zwei Revier-Derbys können sich die Fans am fünften Spieltag der Fußball-Oberliga Westfalen freuen. Am Sonntag (15 Uhr) treffen sich nicht nur die Spvgg. Erkenschwick und die Amateure des FC Schalke 04, sondern auch der VfL Bochum II und der VfB Hüls. Und die Ausgangslage könnte spannender nicht sein: Alle vier Mannschaften müssen punkten, um den Blick auf die Tabelle aus ihrer Sicht freundlicher zu gestalten.

Ganz besonders gilt das für die Spvgg. Erkenschwick. Die Mannschaft von Manfred Wölpper hat seit dem letzten Sonntag (1:4 in Rheine) die „Rote Laterne“ inne und ist eine von drei Mannschaften, die noch keinen Sieg in dieser Spielzeit vorweisen kann. Das gegen Schalke zu ändern, ist zwar keine „Mission Impossible“, wird aber wohl verdammt schwer. In sechs Vergleichen mit den Gelsenkirchenern konnten die „Schwicker“ kein einziges Spiel für sich entscheiden. Ein Unentschieden, fünf Niederlagen und ein Torverhältnis von eins zu 13 Toren, sprechen eindeutig gegen die Wölpper-Elf.

Wölpper: "Wir werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben"

Dem Spvgg.-Trainer schmeckt die Situation ganz und gar nicht: „Ich habe deswegen schon schlaflose Nächte, weil ich die Gründe für unser bisheriges Abschneiden noch nicht gefunden habe“, so der Ex-Bochumer, „auf der anderen Seite ist es nur ein Sieg, bis Platz sieben. Auch wenn es jetzt unglaubwürdig herüber kommt: Wir werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, ist sich Wölpper sicher.

Sein Gegenüber Michal Büskens hat sich mit seinem FC Schalke 04 II vorerst ebenfalls im unteren Tabellendrittel eingenistet. Der Rückstand auf Spitzenreiter FC Gütersloh beträgt nach vier Spielen bereits sechs Punkte. Für die "kleinen Knappen", die sich durchaus Chancen auf die Meisterschaft ausrechnen, eine unbefriedigende Situation.

In der komfortabelsten Lage ist da noch der VfB Hüls. Denn die Marler, die von Ex-Schalker Ingo Anderbrügge trainiert werden, sind von den vier Revier-Duellanten - gemessen an den jeweiligen Ansprüchen - in der Tabelle noch am besten positioniert. Nach drei ungeschlagenen Spielen in Folge zum Auftakt, ging der VfB am letzten Sonntag gegen die SV Emsdetten (1:3) zum ersten Mal ohne Punktgewinn vom Platz. Doch der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt nur zwei Zähler. Auf dem trotzdem guten Saisonstart darf man sich in Marl-Hüls also nicht ausruhen. Unter der Woche stand für den VfB ein besonderes Highlight auf dem Programm. Bundesligist und Ex-Champions-League-Sieger Borussia Dortmund gab sich die Ehre am Badeweiher. Zwar verlor der VfB die Partie 1:5 (wir berichteten), doch ein Spieler holte sich besondere Motivation für die kommenden Aufgaben: Mirco Eisen erzielte das „Tor des Tages“ aus Hülser Sicht. Er netzte nach einer zu kurz geratenen Rückgabe von Christian Wörns gegen Bundesliga-Torwart Roman Weidenfeller ein. „Der Mirco ist ein bodenständiger Typ und nimmt das ganz locker“, erzählt Horst Darmstädter, Hauptgeschäftsführer des VfB, „für uns hat nun das Spiel gegen Bochum oberste Priorität. Fünf Punkte sind bei der Ausgeglichenheit der Mannschaften eigentlich nichts. Es wird ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin sicher, dass wir dort punkten werden.“ Kadir Mutluer wird dabei nicht mithelfen können. Der Mittelfeldspieler liegt nach seiner Leisten-OP vorerst auf Eis.

Auf Seite 2: Der Gegner VfL Bochum II sowie die restlichen Revierteams in der Übersicht

Autor: Thomas Ziehn

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