Zwischen Union 09 Mülheim und dem SV Raadt fuhr immer nur die Straßenbahnlinie 104 hin und her – der Ball rollte zwischen den ersten Mannschaften seit Jahren nicht.

Kreisliga Mülheim

Union Sieger im "Straßenbahnderby"

Philipp Bromma
11. November 2013, 16:17 Uhr

Zwischen Union 09 Mülheim und dem SV Raadt fuhr immer nur die Straßenbahnlinie 104 hin und her – der Ball rollte zwischen den ersten Mannschaften seit Jahren nicht.

Das sollte sich am Sonntag ändern. Raadt, erstmalig in die Kreisliga A aufgestiegen, empfing Union Mülheim, die die vergangenen Jahre höher als in der Kreisklasse verbracht haben. Heiko Ries jedoch wusste um die Brisanz des Straßenbahnderbys. „Ich habe früher die zweite Mannschaft trainiert – und in Raadt haben wir immer schlecht ausgesehen. Trotzdem wollten wir auf jeden Fall gewinnen.“ Die Raadter gingen allerdings mit Rückenwind in die Partie: Vor zwei Wochen besiegte man den Dritten Duisburger FV mit 5:1, dem Zweiten DJK Wanheimerort trotzte man ein 3:3 ab.

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“

„Das Spiel gegen den Duisburger FV war unsere beste Saisonleistung“, meint auch Sven Pickhardt, der den SV Raadt trainiert. Ganz zufrieden ist er mit den bisherigen Spielen jedoch nicht: „Wir haben schon ein paar Punkte liegen lassen. Unser Ziel war Platz zehn, im Moment sind wir knapp drunter. Wir wollen aber weiterhin nichts mit dem Abstieg zu tun haben und um jeden Punkt kämpfen.“ Gegen Union wurden die drei Punkte allerdings erneut abgegeben.

Die Unioner gewannen das Derby nämlich knapp mit 2:1. „Wir haben von Anfang an richtig guten Angriffsfußball gespielt“, erzählt Ries. „Raadt kam allerdings richtig gut aus der Kabine. Das späte 2:1 war glücklich, aber nicht unverdient.“ Auch Pickhardt meint: „Ein Unentschieden wäre auf jeden Fall gerecht gewesen.“ Beide Teams konnten allerdings kaum Chancen nutzen: „Die beiden Torhüter waren richtig stark“, zeigt sich der Raadter Coach beeindruckt.

Mündelheim für Beide machbar

Der nächste Gegner ist für beide Mannschaften der TuS Mündelheim. Ries, der mit seinen Unionern am kommenden Samstag auf die Duisburger trifft, will gewinnen, „um oben dranzubleiben.“ Und auch Pickhardt, der nach einem spielfreien Wochenende am 1.12. auf Mündelheim trifft, nimmt sein Team in die Pflicht: „Dieses mal müssen zuhause einfach drei Punkte her. Im Heimspiel müssen wir gewinnen.“

Autor: Philipp Bromma

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