Das Klubforum der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat sich auf seinem letzten Treffen in Nyon eingehend mit der Reform der Europapokal-Wettbewerbe ab der Saison 2009/2010 befasst. Dabei waren Differenzen zwischen den Großklubs und den Kleinen unübersehbar. Dem Klubforum gehören 102 Vereine an, die im Europapokal spielen. Sein Präsident ist der Vorstandsvorsitzende von Rekordmeister Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge.

UEFA-Cup ab 2009 nur noch mit 48 Mannschaften?

Nur noch Pokalsieger in UEFA-Cup

25. April 2007, 11:26 Uhr

Das Klubforum der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat sich auf seinem letzten Treffen in Nyon eingehend mit der Reform der Europapokal-Wettbewerbe ab der Saison 2009/2010 befasst. Dabei waren Differenzen zwischen den Großklubs und den Kleinen unübersehbar. Dem Klubforum gehören 102 Vereine an, die im Europapokal spielen. Sein Präsident ist der Vorstandsvorsitzende von Rekordmeister Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge.

Zwar herrschte allgemeine Zustimmung, dass die Champions League in der bisherigen Form beibehalten werden soll. Meinungsverschiedenheiten gab es allerdings über die Gestaltung der Qualifikationsphase. Erhebliche Auswirkung auf die Bundesliga kann auch der Vorschlag haben, nur noch den Pokalsieger zum UEFA-Cup zuzulassen, nicht aber den Pokalfinalisten. Zurzeit ist die Situation noch so:

Qualifiziert sich der VfB Stuttgart für die Champions League und gewinnt das Pokalfinale, darf Pokal-Endspielgegner 1. FC Nürnberg auf jeden Fall im UEFA-Cup starten. Das wäre dann in Zukunft nicht mehr so. Überhaupt gab es um den UEFA-Cup die größten Diskussionen. Einigkeit herrscht nur darin, ihn mit 48 Mannschaften zu spielen; aber schon beim Thema Qualifikationsmodus gingen die Ansichten weit auseinander. Breite Zustimmung fand der Vorschlag, die Fernsehrechte auch in der Gruppenphase zentral zu vermarkten. Ab den K.o.-Runden sollen dann TV-Rechte und auch die Vermarktung zentral gesteuert werden.

Zurück zur Champions League. Hier herrschte erwartungsgemäß Uneinigkeit darüber, wie viele Startplätze ein Verband erhält. Die Forderung, mehr Landesmeistern die Chance zur Teilnahme zu geben, war unüberhörbar. Und während die Vereine im Vorderfeld der UEFA-Fünf-Jahreswertung, die ja auch für Vereine besteht, die bisherige Verteilung der Gelder in Ordnung finden, meinen die Klubs aus dem unteren Bereich, dass der Solidarfonds der UEFA auch an Geldern partizipieren soll, die über die geplanten Einnahmen hinaus erwirtschaftet werden. Auch ist an ein neues Auslosungsverfahren der Viertelfinal-Spiele gedacht.

Die Idee: Es wird eine Rangliste aus den Ergebnissen der Gruppenspiele und des Achtelfinales erstellt (Sieg: zwei Punkte). Die ersten vier werden gesetzt. Die Halbfinalspiele werden so gesteuert, dass die beiden besten Mannschaften der Saison erst im Endspiel aufeinandertreffen können. Das Exekutiv-Komitee wird - bis auf den letzten Punkt, der schon am 27. Mai entschieden werden müsste - seine Beschlüsse zur Europapokalreform im September fällen. Wegen der Brisanz der Thematik hält das Klubforum vorher noch ein Treffen ab.

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