Anfang der Saison stellte RWO einen neuen Trainer vor: Hans- Günter Bruns, Ex-Profi bei Borussia Mönchengladbach, FC Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf, übernahm das Ruder bei den Kleeblättern. Revierkick.de sprach mit dem Ex-Profi vor der Partie gegen den MSV Duisburg II über den Saisonstart, das gestrige Spiel gegen den Wuppertaler SV II und die Konkurrenz im Kampf um den Aufstieg.

Im Interview: Hans-Günter Bruns (Trainer RW Oberhausen)

"Zweikampf mit Velbert"

Thomas Ziehn
06. September 2006, 14:54 Uhr

Anfang der Saison stellte RWO einen neuen Trainer vor: Hans- Günter Bruns, Ex-Profi bei Borussia Mönchengladbach, FC Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf, übernahm das Ruder bei den Kleeblättern. Revierkick.de sprach mit dem Ex-Profi vor der Partie gegen den MSV Duisburg II über den Saisonstart, das gestrige Spiel gegen den Wuppertaler SV II und die Konkurrenz im Kampf um den Aufstieg.

Mit zwei Siegen startete RWO zwar souverän in die neue Spielzeit, doch am dritten Spieltag riss die Siegesserie: Gegen die SSVg. Velbert, bei der Bruns noch in der letzten Saison tätig war, setzte es eine 0:1-Niederlage. Die war allerdings schnell abgehakt, denn die nächsten drei Spiele absolvierte die Bruns-Elf allesamt siegreich. Erst am gestrigen Dienstag gewannen die Rot-Weißen 2:1 bei der Oberliga-Reserve des Wuppertaler SV Borussia. Schon am nächsten Sonntag (15 Uhr) geht es weiter. Dann wartet mit dem MSV Duisburg II wiederum ein Reserveteam auf die Mannschaft von Hans-Günter Bruns.
revierkick.de: Erst einmal Glückwunsch zu den drei Punkten gestern beim 2:1-Sieg in Wuppertal. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Bruns: „Wir haben weit unter unseren Möglichkeiten gespielt. Der WSV hat gut mitgehalten und ist sehr aggressiv in die Zweikämpfe gegangen. Anscheinend waren einige meiner Spieler nicht darauf eingestellt. Letztendlich ist es aber sehr erfreulich, dass wir das Spiel gewonnen haben, auch wenn wir nicht unsere beste Leistung abrufen konnten.“[infobox-right]Die Achterbahnfahrt des RWO
Das Auf und Ab des Klubs beginnt im Jahr 2003. Damals retteten sich die „Kleeblätter“ nur ganz knapp vor dem Abstieg aus der 2. Bundesliga. Im Jahr darauf, fehlten nur läppische zwei Zähler, um nach 1970 wieder in das Oberhaus des deutschen Fußballs einzuziehen. In den Spielzeiten 2004/2005 und 2005/2006 wird die Mannschaft über die Regionalliga bis in die Oberliga Nordrhein durchgereicht. Dort wurde der Traditionsverein vor der Saison von fast allen Experten zum Top-Favoriten auf den Meistertitel ernannt. [/infobox]

revierkick.de:Ihre bisher einzige Saisonniederlage fand ausgerechnet bei Ihrem alten Verein, der SSVg. Velbert, statt. Ärgert Sie das noch?
Bruns: „Die Niederlage in Velbert war sehr unglücklich. Wir haben eigentlich ein richtig gutes Spiel gemacht, aber aus unseren Überlegenheiten kein Tor erzielt. Den Gegentreffer haben wir ja bereits in der ersten Spielminute hinnehmen müssen. Insgesamt war ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Nur eben mit dem Ergebnis nicht.“
"Im Moment spricht alles für einen Zweikampf zwischen Velbert und meiner Mannschaft"

revierkick.de: Die SSVg. Velbert ist mit 21 Punkten aus sieben Spielen überragend aus den Startlöchern gekommen. Ist die Elf von Ihrem Nachfolger Frank Kurth der größte Konkurrent für Oberhausen im Kampf um den Aufstieg?
Bruns: „Eindeutig! Im Moment spricht alles für einen Zweikampf zwischen Velbert und meiner Mannschaft. Kleve, die ich eigentlich auch auf der Rechnung hatte, hat sich nach schlechtem Start ja quasi schon aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.“

revierkick.de: Ihre Mannschaft musste vor der Saison viele Zu- und Abgänge verkraften. Sind Sie vor diesem Hintergrund mit dem Start zufrieden?

Bruns: „Ich bin eigentlich mehr als zufrieden. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir so einen tollen Auftakt hinlegen. Die Mannschaft ist schon sehr gut zusammen gewachsen. Aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen versuchen, uns konsequent weiter zu entwickeln.“

"Es gibt keine leichten Gegner in der Oberliga Nordrhein"

revierkick.de:Der nächste Gegner heißt MSV Duisburg II. Mit vier Punkten sind die kleinen „Zebras“ eher schwach gestartet. Wie wollen Sie gegen diesen vermeintlich leichten Gegner spielen?

Bruns: „Da muss ich Ihnen widersprechen. Es gibt keine leichten Gegner in der Oberliga Nordrhein. Wenn man ein Spiel gewinnen will, muss man von der ersten bis zur letzten Minute hochkonzentriert sein. Gegen Duisburg wollen wir unser Spiel dem Gegner aufzwingen. Wir müssen Druck auf den MSV ausüben und uns so Chancen heraus spielen.“

revierkick.de:Fast alle Experten rechnen mit dem Meistertitel für RWO. Müssen Sie aufsteigen?

Bruns: „Ich finde den Begriff aufsteigen müssen nicht richtig. Es gibt noch 17 andere Mannschaften, die ebenfalls aufsteigen können. Es ist richtig, dass wir das Potenzial haben, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Das haben andere Vereine aber auch. Deshalb müssen wir unser vorhandenes Potenzial bestmöglich umsetzen.“
revierkick.de:Gibt es Verletzte oder Angeschlagene, auf die Sie in der Partie gegen Duisburg verzichten müssen?

Bruns: „Im Moment sieht es ganz gut aus. Einzig auf Jens Steinberg kann ich definitiv nicht zurückgreifen. Er laboriert schon seit geraumer an einer Knochenabsplitterung im Schienbein. Am Montag hat er den Gips abbekommen und wenn alles gut läuft, kann er noch in der Hinrunde wieder eingreifen. Thomas Rietz und Dominik Jansen sind nach ihren Verletzungen fast schon wieder bei 100%, was in Hinblick auf die kommenden Begegnungen auch sehr wichtig für uns ist.“

Autor: Thomas Ziehn

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren