Die Diskussion um Trainer Friedhelm Funkel beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt treibt seltsame Blüten: In einem offenen Brief forderte der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen die Entlassung des umstrittenen Frankfurter Coaches. `Wenn Friedhelm Funkel vier Spieltage vor Schluss den wirklich hoch philosophischen Satz benutzt ´die Hoffnung stirbt immer zuletzt´ so scheint mir der Zeitpunkt der Trennung endgültig gekommen.

FDP-Politiker fordert Entlassung von Funkel

Streit zurück im Eintracht-Training

24. April 2007, 10:48 Uhr

Die Diskussion um Trainer Friedhelm Funkel beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt treibt seltsame Blüten: In einem offenen Brief forderte der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen die Entlassung des umstrittenen Frankfurter Coaches. `Wenn Friedhelm Funkel vier Spieltage vor Schluss den wirklich hoch philosophischen Satz benutzt ´die Hoffnung stirbt immer zuletzt´ so scheint mir der Zeitpunkt der Trennung endgültig gekommen.

Etwas Substanzielles muss passieren´, schrieb Hahn an Bruchhagen. Hahn erinnerte in seinem Brief an die Tatsache, dass die millionenschwere Bürgschaft der hessischen Landesregierung vor fünf Jahren der Eintracht überhaupt erst die Lizenz gesichert habe. `Das Land Hessen, die Politik also, hat das ihre getan. Jetzt muss der Verein vernünftig und zielorientiert reagieren´, meinte Hahn weiter. Mit Kopfschütteln reagierte Eintracht-Boss Bruchhagen auf das Schriftstück, das am Montag per Fax auf der Geschäftsstelle eingegangen war.

`Wir stehen in der Kritik. Aber das werde ich nicht kommentieren´, meinte Bruchhagen, der Funkel einmal mehr das Vertrauen aussprach: `Die Entscheidung pro Funkel ist einmütig und einstimmig gefallen. Das war ein ganz wichtiges Zeichen des Vorstands, und das Trainerteam wird das Vertrauen zurückzahlen´, sagte Bruchhagen. Vor einer Rückkehr in den Eintracht-Kader für das eminent wichtige Gastspiel bei Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/live bei arena) steht offenbar Albert Streit. Der zuletzt dreimal in Folge ausgemusterte Mittelfeldspieler, dem Angebote von Dortmund und Schalke 04 vorliegen sollen, kehrte nach einer `dreitägigen Denkpause´ (Funkel) am Dienstag zurück in das Mannschaftstraining.

`Wir erwarten, dass Streit sich professionell verhält und seiner Pflicht als Lizenzspieler nachkommt´, meinte Bruchhagen. Definitiv verzichten muss die der deutsche Meister von 1959 am Samstag in Dortmund auf Rechtsverteidiger Patrick Ochs, der noch immer an einer Bänderdehnung im Knie laboriert. Zudem droht der Ausfall von Ex-Nationalspieler Marko Rehmer wegen Rückenproblemen.

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