Gelsenkirchen (RS). 2004 ist Fabian Ernst mit Werder Deutscher Meister geworden. Er kennt also das Gefühl, die Schale in der Hand zu halten. Allerdings ist ihm auch bewusst, dass dieser Triumph auf Schalke ganz anders als in Bremen einschlagen würde. Die Freudeneruption in Gelsenkirchen käme sicher einem Erdbeben gleich.

Ernst sieht Bestätigung für Vereinspolitik

"Hier ist viel bewegt worden"

23. April 2007, 18:15 Uhr

Gelsenkirchen (RS). 2004 ist Fabian Ernst mit Werder Deutscher Meister geworden. Er kennt also das Gefühl, die Schale in der Hand zu halten. Allerdings ist ihm auch bewusst, dass dieser Triumph auf Schalke ganz anders als in Bremen einschlagen würde. Die Freudeneruption in Gelsenkirchen käme sicher einem Erdbeben gleich. "Man merkt, dass hier die Sehnsucht viel größer ist und alle danach lechzen. Das spornt noch mehr an, mit diesem Verein den Titel zu holen", nickt Ernst.
Der erste Platz sei aus seiner Sicht dann nur die logische Konsequenz der Vereinspolitik der letzten Jahre. "Auf Schalke ist viel bewegt, es sind viele neue Leute geholt worden.

Die Meisterschaft wäre die Bestätigung dafür, dass vieles richtig gemacht worden wäre und auch eine Bestätigung des Managers und des Rest-Vorstands", weiß der Mittelfeld-Stratege, der ein wichtiger Bestandteil dieser aufgegangenen Rechnung ist. Allerdings sei es auch vier Spieltage vor dem Saisonfinale "immer noch zu früh, über die Meisterschaft zu reden", mahnt Ernst zur Besonnenheit. "Jeder Gegner kann eine Hürde sein und zwei Punkte Vorsprung sind nicht viel. Man hat es gesehen, wenn wir nicht gewonnen hätten, wären wir die Tabellenführung schon los gewesen".

Wohl wahr, doch Schalke konterte die Bremer Übernacht-Führung mit der nötigen Präzision einer Spitzenmannschaft. "Wir haben eine sehr erfahrene Mannschaft, daher war es egal, dass Werder vorgelegt hat", meinte Ernst. "In der ersten Halbzeit hätten wir vielleicht aggressiver spielen müssen. Das hat der Trainer in der Halbzeit angesprochen. Wir haben den Druck erhöht und sind belohnt worden."

Nun würde er am liebsten schon Dienstag oder Mittwoch in Bochum antreten, um den nächsten Schritt zum großen Ziel zu machen. "Die Anspannung wird nicht größer, aber die Wochen werden länger", gibt Ernst zu. "Am liebsten würde ich bis zum Saisonende im Drei-Tages-Rhythmus spielen. Das warten auf das nächste Spiel ist ein wenig nervig."

Wie gut, dass das Derby in Bochum schon am Freitag steigt. Mit einem Sieg beim Nachbarn könnte diesmal Schalke Stuttgart und Werder, das erst am Sonntag ran muss, heraufordern.

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