„Oh, wie ist das schön, oh wie ist das schön, so was haben wir lange nicht gesehen, so schön, so schön“ schallte es den HTC-Damen nach dem sensationellen und völlig verdienten 76:64 Erfolg bei dem Tabellenersten der Hauptrunde Hagen Huskies von der Tribüne aus entgegen. Rund 70 mitgereiste HTC-Fans feierten nach der Partie in Hagen am Teutoburger Wald lautstark und ausdauernd ihre Lieblinge, die durch diesen tollen Erfolg am kommenden Freitag um 20 Uhr in der heimischen „MCG-Arena“ den Einzug in das PLAY-OFF-FINALE perfekt machen können.

2. Damen Basketball-Bundesliga Nord: Herner TC erfolgreich in den Play-Offs

Der Traum könnte wahr werden

23. April 2007, 17:03 Uhr

„Oh, wie ist das schön, oh wie ist das schön, so was haben wir lange nicht gesehen, so schön, so schön“ schallte es den HTC-Damen nach dem sensationellen und völlig verdienten 76:64 Erfolg bei dem Tabellenersten der Hauptrunde Hagen Huskies von der Tribüne aus entgegen. Rund 70 mitgereiste HTC-Fans feierten nach der Partie in Hagen am Teutoburger Wald lautstark und ausdauernd ihre Lieblinge, die durch diesen tollen Erfolg am kommenden Freitag um 20 Uhr in der heimischen „MCG-Arena“ den Einzug in das PLAY-OFF-FINALE perfekt machen können.

Es sieht ganz so aus, als ob der Traum vom PLAY-OFF-FINALE am kommenden Freitag wahr werden könnte, zumindest halten die HTC-Damen seit Samstag Abend alle Trümpfe in ihren Händen.

In der rappelvollen Sporthalle in Hagen am Teutoburger Wald entwickelte sich von Beginn an eine packende und niveauvolle Auseinandersetzung zweier Teams, die sich über die gesamte Spielzeit nichts schenkten. Herne startete hochkonzentriert in die Partie und setzte den ersten Treffer durch Verena Stemmermann, Maike Holstein legte mit zwei erfolgreichen Freiwürfen ebenso nach wie Gabriele Mrohs-Czerkawski, die trotz eines Fouls ihrer Gegenspielerin nicht am erfolgreichen Wurf zu hindern war. Und als auch der Bonus-Freiwurf sein Ziel fand (7:0 für Herne nach 3 Minuten) reagierte Huskies-Coach Richard Cynkier mit einer frühen ersten Auszeit.

Angeführt von Dorothee Schönau fanden die Gastgeberinnen dann aber immer besser in die Partie, Herne hatte aber bis zur 8. Minute immer die richtige Antwort, u.a. durch Drei-Punkte-Treffer von Maike Holstein und Rochelle Vaughn betrug die HTC-Führung zu diesem Zeitpunkt immer noch 16:10.

Dann aber gab es einen Bruch im Spiel des Herner TC, gegen die Zonenverteidigung agierten die HTC-Spielerinnen zu oft überhastet, leisteten sich unnötige Ballverluste und auch die Trefferquote ging gegen Null. 6 unglaublich lange Minuten gelang den Hernerinnen nicht ein einziger Feldkorb, lediglich von der Freiwurflinie aus gelangen den Hernerinnen in dieser Phase noch 2 Punkte. Hagen nutzte die Schwäche des HTC konsequent mit schnellem Fast-Break-Spiel und sicheren Würfen aus der Distanz und konnte sich so mit 25:18 in Führung setzen.

Doch genau in dem Moment, als auch die Heimzuschauer stimmungsmäßig die Halle zum Kochen brachten, leitete Routinier Gabriela Mrohs-Czerkawski die entscheidende Phase der Partie ein. Ihr Korb zum 20:25 war das Startsignal für die bisher wohl besten 4 Spielminuten des Herner TC in dieser Saison, aus dem 7 Punkte-Rückstand wurde innerhalb dieser kurzen Zeitspanne durch eine sensationelle und unglaubliche 20:2 (!) Serie eine deutliche 38:27 Führung. Einen tollen Auftritt lieferte in dieser Phase auch Aufbau-Talent Lea Thiel ab, die viel Tempo und Intensität in das HTC-Spiel brachte und auch im Angriff viele wichtige Punkte erzielen konnte.

Bei den Fans der Hagen Huskies wurde es ganz leise, während die vielen und lautstarken HTC-Fans ihr Team über die gesamte Spielzeit immer wieder nach vorne peitschten, begeistert vom Spiel ihrer Damen kam es auch immer wieder zu Standing Ovations.

Auch das Team der Hagen Huskies zeigte sich nach dieser bitteren Serie regelrecht geschockt, gaben sich aber zu keinem Zeitpunkt der Partie auf. Herne nahm eine 9-Punkte-Führung mit in die Kabine (44:35) und konnte auf eine insgesamt ganz starke erste Halbzeit zurückblicken.

Den ersten Korb der zweiten Halbzeit erzielte für die Heimmannschaft Kirsten Kubat, Gabriela Mrohs-Czerkawski antwortete mit einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf und einem Dreier mit 5 HTC-Punkten in Serie. Dann gelang den Huskies durch Agnes Kobylka und Nicole Temmeyer noch eine 6:0 Serie, so dass der Vorsprung des Herner TC nach 25 Minuten nur noch 49:43 betrug. Doch Rochelle Vaughn (Korberfolg plus Bonus-Freiwurf) und die beherzt aufspielende Steffi Kürpick, die sich vor allem von der Freiwurflinie bärenstark präsentierte, sorgten direkt wieder dafür, dass der Vorsprung auf 11 Punkte ausgebaut wurde (54:43, 26. Minute).

Und den Rest der Partie kontrollierte der HTC dann auch sehr selbstbewusst und souverän, der Sieg geriet zu keinem Zeitpunkt mehr auch nur ansatzweise in Gefahr.
Was auch immer Hagen versuchte, das HTC-Kollektiv hatte die richtige Antwort parat, wobei es besonders erfreulich war, dass auch wirklich alle Spielerinnen etwas zu diesem tollen und verdienten Erfolg in diesem bisher wichtigsten Saisonspiel beitragen konnten. 9 Spielerinnen punkteten, gleich 6 davon konnten mindestens 8 Punkte zum Sieg beitragen und auch das Zusammenspiel klappte häufig hervorragend.

Trainer Marek Piotrowski: „Mit Ausnahme von insgesamt 5 Minuten am Ende des 1. Viertels und zu Beginn des 2. Viertels haben wir eine wirklich herausragende Leistung gezeigt und völlig verdient im Hagener Hexenkessel gewonnen. Unser Dank gilt auch den Zuschauern, die uns großartig unterstützt haben und die definitiv mitverantwortlich für diesen tollen Erfolg sind. Jetzt gilt es die Trümpfe, die jetzt in unseren Händen liegen, am Freitag auch konsequent auszuspielen. Die letzte Heimniederlage haben wir am 06. Januar gegen den Osnabrücker SC kassiert, danach haben wir 5 Spiele in Serie in der MCG-Arena gewonnen und diese Serie wollen wir am Freitag weiter ausbauen, damit der Traum vom PLAY-OFF-FINALE Wirklichkeit werden kann. Und wenn die MCG-Arena jetzt am Samstag nicht aus allen Nähten platzt, dann weiß ich auch nicht, was wir dann noch machen sollen, ich kann nur alle sportbegeisterten Hernerinnen und Herner noch einmal herzlich zu diesem so wichtigen Spiel einladen, das sollte sich wirklich niemand entgehen lassen!“

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