Union Hamborn II

"Nach 25 Minuten ist die Kraft weg"

07. Oktober 2013, 15:39 Uhr

Einen Trainer hat Union Hamborn II bereits verschlissen, zahlreiche Abgänge zu verkraften. Sieben Niederlagen und 5:47 Tore machen auch wenig Hoffnung.

Am Sonntag war es wieder schlimm. 1:9 hieß es im Stadtteilduell gegen Grün-Weiß Hamborn. "Zur Halbzeit stand es zumindest nur 1:3, weil wir drei Gastgeschenke verteilt haben", bemerkt Dirk Steinfeldt. Der ist eigentlich Fußballobmann, hilft derzeit aber auf dem Feld als Verteidiger aus. Unions "Zweite" braucht derzeit jeden Mann. Einige Spieler, die bereits ihre Zusage gegeben hatten, hatten sich bereits zuvor anderweitig orientiert. Andere waren nicht zufrieden mit der Arbeit von Trainer Recep Baskurt. "Wenn sich die Spieler schon während der Mannschaftsbesprechung miteinander unterhalten, statt dem Trainer zuzuhören, sagt das schon alles", findet Steinfeldt. Baskurt will er das jedoch nicht ankreiden: "Wenn nur vier Mann kommen, kann man kein Training aufziehen."

Hinrunde als Vorbereitung

Inzwischen hat Andreas Wojach das Zepter übernommen. Dank kurzfristigen Castings und Abstellungen aus der ersten Mannschaft, die in der Parallelgruppe spielt, erhielt er auf der Trainerbank am Sonntag sogar Gesellschaft von zwei Auswechselspielern. Eigentlich aber könnten die Duisburger Nordstädter noch viel öfter wechseln. Viele der Nachrücker weisen - vorsichtig formuliert - konditionelle Defizite auf. "Nach 25, 30, spätestens 40 Minuten ist die Kraft bei vielen einfach weg", räumt Steinfeldt ein. "Daher sieht der Trainer die gesamte Hinrunde jetzt erstmal als Vorbereitung."

Aufgeben ist gleichwohl keine Option. Trotz 0:7, 1:7, 0:14 und anderen Scherzen ist der spielende Funktionär von Zweifeln unbehelligt geblieben: "Unten sind die Punktabstände noch relativ gering und das Potenzial ist zweifellos da. Unser Ziel bleibt ganz klar der Klassenerhalt."

Autor:

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren