Der erste Heimsieg unter der Regie von Dirk Helmig lässt bisher auf sich warten. Heute (15 Uhr) wird gegen den SC Delbrück ein neuer Anlauf gestartet.

WATTENSCHEID: Dede ballerte im Abschluss-Training

Hecimovic: Zeichen stehen auf Trennung

tt
21. April 2007, 20:31 Uhr

Der erste Heimsieg unter der Regie von Dirk Helmig lässt bisher auf sich warten. Heute (15 Uhr) wird gegen den SC Delbrück ein neuer Anlauf gestartet. "Wir benötigen dringend Punkte", weiß der Coach um die heikle Ausgangs-Lage, "inzwischen muss man auch darauf hoffen, dass der eine oder andere Konkurrent strauchelt. Das Vorhaben, aus eigener Kraft einen Sprung zu machen, ist uns gegen Oestrich nicht gelungen."

Auch deswegen, weil die Offensive ein laues Lüftchen war. Selcuk Dede, umworbener Top-Scorer der 09er, ballerte gestern im Training nach seiner Bauchmuskel-Zerrung aus allen Lagen. Torwart Senad Hecimovic zwinkert: "Das sah schon gut aus. Er hat mir die Dinger um die Ohren gehauen, wobei ich auch zugeben muss, dass ich ein paar Bälle durchgelassen habe, um Selcuk Selbstvertrauen zu geben." Der Keeper schiebt nach: "In der Form der letzten Wochen ist Selcuk für uns ganz wichtig, er hat ein gutes Näschen, ist immer gefährlich."

Hecimovic muss sich allerdings auch im eigenen Strafraum auf reichlich Beschuss einstellen. Delbrück gilt als eine der gefährlichsten Standard-Truppen in Westfalen, mehrere Akteure besitzen "Gardemaß". Der ehemalige Velberter: "Ich haue gerne dazwischen, für mich ist das kein Problem, wenn hohe Bälle vor unser Tor kommen. Wenn wir alles geben und die Verunsicherung, die wir gegen Oestrich gezeigt haben, ablegen, dann ist ein Dreier möglich."

Der geprüfte Werkzeug-Mechaniker setzt dabei auf den Schwung, den gelungene Aktionen zu Beginn auslösen können: "Wenn dir gleich nach dem Anpfiff Sachen gelingen, dann steigt das Selbstvertrauen, du wirst sicherer. Wir müssen unser Spiel aufziehen, heute wird der Sieg eingefahren."

Parallel zur ungeklärten Wattenscheider Liga-Zugehörigkeit ist auch die Zukunft von Hecimovic offen. "Wahrscheinlich werden sich die Wege im Sommer trennen", erklärt er, "der Trainer steht zwar voll hinter mir, ich fühle mich auch richtig wohl, aber der Aufwand von meinem Wohnort Velbert ist einfach zu groß." Zwei Gespräche mit anderen Vereinen (ein Nordrhein-, ein Westfalen-Oberligist) fanden bereits statt, in beiden Fällen kommt es aber nicht zu einer Zusammenarbeit. Hecimovic: "Ich gebe bis zur letzten Minute alles für die SG 09."

Autor: tt

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