Nach einem wahren Sturmlauf hat Werder Bremen für mindestens 19 Stunden in der Fußball-Bundesliga wieder die Tabellenführung übernommen und den Druck auf den Titelrivalen Schalke 04 erhöht. Der Vizemeister besiegte Aufsteiger Alemannia Aachen trotz eines frühen Rückstandes hochverdient mit 3:1 (0:1) und blieb damit auch im zwölften Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. Werder hat nun 60 Punkte auf dem Konto und damit einen mehr als die Schalker. Die Gäste gingen vor 40.300 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion durch das schnellste Tor ihrer Bundesliga-Geschichte bereits nach knapp 100 Sekunden durch Sergio Pinto überraschend in Führung, doch danach entwickelte sich praktisch ein Spiel auf ein Tor.

3:1! Bremen gegen Aachen im Sturmlauf an die Tabellenspitze

Diego mit Tor des Jahres

20. April 2007, 22:23 Uhr

Nach einem wahren Sturmlauf hat Werder Bremen für mindestens 19 Stunden in der Fußball-Bundesliga wieder die Tabellenführung übernommen und den Druck auf den Titelrivalen Schalke 04 erhöht. Der Vizemeister besiegte Aufsteiger Alemannia Aachen trotz eines frühen Rückstandes hochverdient mit 3:1 (0:1) und blieb damit auch im zwölften Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. Werder hat nun 60 Punkte auf dem Konto und damit einen mehr als die Schalker. Die Gäste gingen vor 40.300 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion durch das schnellste Tor ihrer Bundesliga-Geschichte bereits nach knapp 100 Sekunden durch Sergio Pinto überraschend in Führung, doch danach entwickelte sich praktisch ein Spiel auf ein Tor.

Es war das erste Gegentor für Werder nach 445 Minuten. Fünf Minuten nach der Pause erzielte der Däne Daniel Jensen den 1: 1-Ausgleichstreffer, in der 55. Minute gelang dem Schweden Markus Rosenberg das 2:1. Beide Spieler hatte Werder-Trainer Thomas Schaaf erst nach dem Seitenwechsel aufs Spielfeld geschickt und somit ein mehr als glückliches Händchen beim Einwechseln bewiesen. In der dritten Minute der Nachspielzeit machte Diego mit einem tollen Tor aus 62 Metern das 3:1, als Alemannia-Keeper Kristian Nicht vom gegnerischen Strafraum in Richtung eigenes Tor zurücklief.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/251-253_preview.jpeg Foto: firo.[/imgbox]
`Wenn bei uns mal einer nicht so gut drauf ist, kann immer ein anderer einspringen´, sagte Thomas Schaaf zu den Möglichkeiten seiner Mannschaft und geriet dann ins Schwärmen: `Das war ein Klassespiel. Ich glaube, dass wir ein verdienter Sieger sind. Kompliment an die Mannschaft, wie die marschiert ist.´ Aachens Nationalspieler Jan Schlaudraff meinte: `Es ist bitter, wir waren in der zweiten Halbzeit zehn Minuten nicht wach. Sonst wäre für uns ein Punkt drin gewesen.´ Die Hanseaten hätten auch ohne die verletzten Nationalspieler Per Mertesacker und Tim Borowski die Weichen weit eher auf Sieg stellen müssen.

Schon bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Helmut Fleischer aus Sigmertshausen ergaben sich für die Platzherren Torchancen fast im Minutentakt. So traf Torjäger Miroslav Klose schon nach vier Minuten nur den rechten Außenpfosten, weitere Großchancen konnten Diego (18., 44., 45.), Mannschaftskapitän Frank Baumann (23.) und Nationalspieler Torsten Frings (25.) nicht nutzen. Nach dem Seitenwechsel war es Innenverteidiger Naldo, der in der 61. Minute aus 25 Metern Entfernung nur die Latte traf. Die Gäste, die mit siebenfachen Ersatz an die Weser gereist waren, verteidigten sich tapfer, hatten aber letztlich keine ernsthafte Siegchance. Die Misere des Neulings dokumentierte sich auch darin, dass nur fünf Reservisten beim Tabellen-Vierzehnten auf der Auswechselbank saßen.

Die Angriffsbemühungen der Norddeutschen ließen auch in der Schlussphase kaum nach, dennoch war zu spüren, dass sich die Mannschaft im Hinblick auf das Halbfinal-Hinspiel im UEFA-Pokal in der kommenden Woche bei Espanyol Barcelona ein wenig schonte. Für das Team von Coach Michael Frontzeck war es im Weserstadion die vierte Niederlage hintereinander, damit steckt der Aufsteiger weiterhin mitten im Kampf um den Klassenerhalt.

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