Mit der Verpflichtung von Mathias Schober rückt Schalke etwas von seiner mutigen Nachwuchsförderung im eigenen Kasten ab.

Schober will mit Schalke um Titel und in der Champions League spielen

Auf dem zweiten Bildungsweg

hb
20. April 2007, 10:54 Uhr

Mit der Verpflichtung von Mathias Schober rückt Schalke etwas von seiner mutigen Nachwuchsförderung im eigenen Kasten ab. "Wir wollten auf jeden Fall mit einem erfahrenen Keeper in unserem Torwarttrio in die kommende Spielzeit gehen. Dass wir dafür jetzt mit Mathias einen echten Schalker Jungen gewinnen konnten, ist umso schöner", freut sich Manager Andreas Müller. "Er ist ein erfolgreicher und bundesligaerfahrener Torhüter und passt hervorragend in unser Team", meint auch Trainer Mirko Slomka. "Zusammen mit Manuel Neuer, der seine Klasse in dieser Saison bewiesen hat, und Ralf Fährmann, der als junger Torhüter eine hervorragende Perspektive hat, sind wir für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt."

Mathias Schober, was hat Sie dazu bewogen, ins Revier zurückzukehren?

Ich bin in Marl groß geworden und Schalke ist mein Heimatverein, bei dem ich schon einmal zehn Jahre war. Daher bin ich sehr froh darüber, dass ich hier noch einmal die Chance erhalten habe. Mit nunmehr 31 Jahren habe ich so die Möglichkeit, in der Champions League und um Titel zu spielen. Das ist etwas, worauf ich mich freue.

Manuel Neuer ist nach einer tollen Saison die unumstrittene Nummer eins bei den Königsblauen. Erwarten Sie trotzdem einen offenen Konkurrenzkampf?

Manuel wird dank seiner starken Leistungen mit einem Riesen-Bonus in die nächste Serie gehen. Das ist mir bewusst. Dennoch bin ich fußballverrückt genug, um im Training Gas zu geben und mich der Herausforderung zu stellen. Andererseits: Falls es so kommen sollte, dass Manuel sich durchsetzt, dann werde ich gewiss keinen Ärger machen. Ich bin ein Teamplayer, so kennt man mich und auch deswegen hat Schalke mich verpflichtet.

Ihr Vertrag läuft bis 2011. Gibt es auch schon eine Vereinbarung über die Zeit danach?

Nein. Das ist eine lange Zeit, an deren Ende ich 35 bin und immer noch ein, zwei Jahre spielen kann. Allerdings habe ich mich in den letzten 18 Monaten nebenbei weitergebildet und stehe beim IST-Institut in Düsseldorf vor dem Abschluss in Sportmanagement. Danach will ich vor der IHK mein Diplom als Sport-Fachwirt absolvieren.

Autor: hb

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