In Schermbeck kann der Sekt schon kalt gestellt werden, denn der sofortige Wiederaufstieg ist der Elf von Coach Martin Stroetzel wohl nicht mehr zu nehmen. Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Zweiten aus Wiedenbrück, sieben Partien sind nur noch zu absolvieren. Doch Glückwünsche nimmt Stroetzel nicht entgegen.

SV SCHERMBECK: Buers Woberschal kommt

"Für Oberliga stark aufgestellt"

tr
20. April 2007, 08:54 Uhr

In Schermbeck kann der Sekt schon kalt gestellt werden, denn der sofortige Wiederaufstieg ist der Elf von Coach Martin Stroetzel wohl nicht mehr zu nehmen. Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Zweiten aus Wiedenbrück, sieben Partien sind nur noch zu absolvieren. Doch Glückwünsche nimmt Stroetzel nicht entgegen. "Wir müssen in Ruhe und sachlich unsere Aufgaben bewältigen. Durch sind wir nämlich noch nicht."

Dabei hat der Finanzwirt den SCW aber nicht mehr oben auf der Rechnung. Viel mehr warnt er vor Davensberg. Denn die Davaria hat bereits gegen den zurückgezogenen SV Enger-Westerenger pausiert und noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. "Außerdem kommt noch der direkte Vergleich", rechnet der Linienchef. "Sollte Davensberg gegen uns sowie das Nachholspiel gewinnen, können sie, wenn wir pausieren, bis auf vier Punkte herankommen. Dann wird es noch einmal eine enge Geschichte."

Doch die Dorstener treten in den letzten Wochen derart geschlossen auf, dass es schwer fällt, zu glauben, dass sie noch einen Einbruch erleiden werden. Denn vermeintliche Stolpersteine, wie zuletzt der 1:0-Sieg in Vreden, meistert der SVS. "Vreden ist sehr heimstark und unbequem. Aber wir haben die Klasse, auch so ein Match zu gewinnen", zieht Stroetzel vor seiner Truppe den Hut. "Die Siege sind aber alle schwer erarbeitet, da ist noch nichts Lockeres dabei gewesen. Wir wissen, dass wir eine tolle Ausgangsposition haben, sind jedoch erst mit eineinhalb Beinen in der Oberliga."

Und genau für diese Klasse hat der Coach einen neuen Stürmer an Land gezogen. Tim Woberschal kommt von der SSV Buer an den "Waldsportplatz". Der 22-jährige offensive Mittelfeldspieler unterschrieb für ein Jahr. "Tim ist ein sehr talentierter Fußballer, der in unser Anforderungsprofil passt", charakterisiert Stroetzel den Gelsenkirchener. "Es ist natürlich ein großer Schritt für ihn, aber er hat alle Möglichkeiten." Einmal in Komplimente-Fahrt gekommen, macht der Coach weiter: "Besonders mit Mesut Karabacak bin ich sehr zufrieden. Er präsentiert sich hervorragend und hat eine tolle Entwicklung hingelegt. Ihm stehen viele Türen bei uns offen."

Die Pforte auf den Platz gegen Neuenkirchen ist derweil für die Verletzen Mirko Talaga (wird am 30. April an der Leiste operiert), Dirk Cholewinski (Bänderriss im Sprunggelenk), Pascal Herzog (Knieprobleme) und Patrick Herzog (Muskelfaserriss) geschlossen. "Ich kenne Neuenkirchen. Mich wundert es, dass die so weit unten stehen", überlegt Stroetzel. "Es wird ein ordentlicher Kick, da die mitspielen werden. Für uns wird es einfacher als zuletzt, denn die stellen sich nicht hinten rein."
Doch dann lässt sich Stroetzel doch noch eine kleine Meister-Aussage entlocken: "Wir sind jetzt wieder interessant und in der glücklichen Position, dass wir Planungssicherheit haben. Da haben es die Erkenschwicker oder Hülser viel schwerer, da deren Weg noch nicht bestimmt ist. Wir werden für Oberliga stark aufgestellt sein."

Autor: tr

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