So etwas nennt man wohl Ausrufezeichen. Und das in doppelter Hinsicht. Zum einen schoss sich die RWO-Truppe gegen Bocholt aus der Tristesse der letzten Wochen, auf der anderen Seite glänzte Tuncay Aksoy nach mehreren Partien auf der Bank beim Startcomeback mit einem Dreierpack. Wobei der Knipser betont:

RWO: Zwei Angebote, aber Dreierpack-Aksoy betont:

"Ich würde sehr gerne bleiben"

cb
19. April 2007, 21:29 Uhr

So etwas nennt man wohl Ausrufezeichen. Und das in doppelter Hinsicht. Zum einen schoss sich die RWO-Truppe gegen Bocholt aus der Tristesse der letzten Wochen, auf der anderen Seite glänzte Tuncay Aksoy nach mehreren Partien auf der Bank beim Startcomeback mit einem Dreierpack. Wobei der Knipser betont: "Ganz ehrlich, es war zunächst für die Mannschaft wichtig, eine große Befreiung. Wir sind endlich schnell in Führung gegangen, jetzt sind wir nicht mehr gehemmt."

Und das Rezept ist wahrlich einfach, denn immer wenn die Kleeblätter einen frühen Treffer vorlegten, konnte man das eigene Spiel aufziehen. Aksoy: "So sollte es eigentlich auch öfter sein." Am besten durch Buden des ehemaligen Osterfelders, der zu Beginn der Rückserie von Dominik Jansen verdrängt wurde. Aksoy legt sich fest: "Ich musste geduldig sein, es gab auch einige Gespräche mit dem Trainer. Am Anfang hatte ich absolutes Verständnis, denn ich war nicht gut drauf, es gab auch ein paar Verletzungsprobleme und Dominik hatte das verdient. Zuletzt wurde ich dann schon etwas ungeduldig, aber ich habe immer versucht, mich im Training zu zeigen, weiter Gas zu geben."

Dann relativiert der Ex-Bocholter: "Wenn ich gewusst hätte, ich komme gegen Bocholt wieder rein und mache drei Dinger, wäre ich ruhig geblieben. Aber ich hatte mich auch selber unter Druck gesetzt, denn bei Stürmern zählen die Tore, daher war das auch für mich sehr wichtig gegen Bocholt." Vielleicht auch, um sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen, denn der Kontrakt von Aksoy läuft aus, noch gibt es keine Einigung, wie der 27-Jährige berichtet: "Bei mir ist noch alles offen. Es wurden zwei Gespräche geführt, ich versuche mich zu zeigen. Eine Tendenz gibt es nicht, weil ich kein offizielles Angebot vorliegen habe. Ich hoffe, bis Ende April gibt es eine Entscheidung."

In welche Richtung auch immer, denn Aksoy hat auch zwei andere Angebote vorliegen. Eines aus der Oberliga Nordrhein, eines aus der Regionalliga Süd, wo bereits sein Neffe Bulut Aksoy für Hessen Kassel auf Torejagd geht. Aksoy: "Fakt ist, ich würde sehr gerne bei RWO bleiben, der Verein steht für mich an erster Stelle. Es wäre klasse, mit Oberhausen in der Regionalliga aufzulaufen, ich weiß, was da los ist. RWO war für mich ein Glücksfall. Ich warte jetzt bis Ende des Monats ab, dann sehen wir weiter. Bis dahin kann ich mich auch durch meine Leistungen noch richtig anbieten."

Die erste Chance besteht am Sonntag in Straelen, vorher muss der Titelkonkurrent Aachen II am Freitag zum heimstarken Bonner SC. Aksoy: "Vielleicht ist das ein Vorteil für uns, wenn die vorlegen müssen. Auf jeden Fall wird das sehr schwer für die Alemannia, der BSC ist gut drauf. Und für uns zählt mit dem guten letzten Match im Rücken dann am Sonntag nur der Dreier."

Autor: cb

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