Als am gestrigen Sonntag im Mühlheimer Stadtteil Speldorf  um 16.45 Uhr der Abpfiff ertönte, waren die meisten der gut 800 Zuschauer in prächtiger Feierlaune. Soeben war im Stadion „Am Blötter Weg“ - der Heimspielstätte des VfB Speldorf- ein denkwürdiges Fußballspiel zu Ende gegangen. Mit 5:0 deklassierten die Gastgeber die schwachen Gäste aus Homberg, die zudem Patrick Goncalves mit einer tiefen Fleischwunde verloren. Die Diagnose am heutigen Montag: Zwei bis drei Wochen Pause.

Oberliga Nordrhein: Speldorf lässt Homberg keine Chance

Goncalves muss rund drei Wochen pausieren

Moritz Rieckhoff
04. September 2006, 20:02 Uhr

Als am gestrigen Sonntag im Mühlheimer Stadtteil Speldorf um 16.45 Uhr der Abpfiff ertönte, waren die meisten der gut 800 Zuschauer in prächtiger Feierlaune. Soeben war im Stadion „Am Blötter Weg“ - der Heimspielstätte des VfB Speldorf- ein denkwürdiges Fußballspiel zu Ende gegangen. Mit 5:0 deklassierten die Gastgeber die schwachen Gäste aus Homberg, die zudem Patrick Goncalves mit einer tiefen Fleischwunde verloren. Die Diagnose am heutigen Montag: Zwei bis drei Wochen Pause.

Goncalesves war beim Versuch den Ball am überqueren der Seitenauslinie zu hindern, in eine Werbetafel gerutscht und hatte sich das Knie aufgeschlagen. Die schwere Schnittwunde reichte bis zur Patellasehne. Für den Homberger Neuzugang ging es direkt ins Krankenhaus, wo ihm noch gestern Teile des Schleimbeutels entfernt werden mussten. Auch wenn nach Aussage der Ärzte der Muskel nicht verletzt ist, wird der Abwehrspieler mindestens zwei bis drei Wochen pausieren müssen. Keine Frage, für den VfB war es ein Nachmittag zum Vergessen.

Dabei hatten die Duisburger gar nicht schlecht begonnen. Nach Chancen von Christian Hinz und Patrick Goncalves, der in der fünften Minute freistehend aus fünf Metern zum Schuss kam, reagierte Speldorfs Keeper Gregor Nijhuis jeweils glänzend und bewahrte seine Mannschaft so vor einem frühen Rückstand. Die Mühlheimer ließen sich davon jedoch nicht beirren und zeigten weiterhin schönen Offensivfußball.

In der 11. Spielminute war es dann soweit - die Grün- Weißen gingen durch ein Tor von Sergii Tytarchuk in Führung. Der trotz Leistenverhärtung aufgelaufenen Stürmer erzielte in der 26. Minute seinen zweiten Treffer und krönte seine Leistung in der 37. Minute mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:0. Zuvor hatte Damiano Schirru mit seinem Treffer die Lusso-Elf zur Vorentscheidung in diesem Spiel geschossen.

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer dann eine Heimmannschaft die nicht mehr wollte, und einen Gast der nicht mehr konnte. Für die Schwarz-Gelben aus Homberg kam es mit der Verletzung von Goncalves sogar noch dicker.

Einer der sich ebenfalls mit schweren Verletzungen auskennt, feierte gestern überraschend früh sein Comeback im Trikot der Linksrheinischen. Nach 86 Minuten kam Ercan Aydogmus für den bemühten, aber letztlich erfolglosen Sebastian Radtke ins Spiel. Eine Wende konnte der Homberger Goalgetter dem Spiel freilich nicht mehr geben. Zwei Minuten zuvor hatte Torsten Jablonsky zum 5:0 Endstand für die Mülheimer eingeschoben.
"Bei uns läuft im Moment einfach vieles schief"

Dementsprechend zufrieden und selbstbewusst zeigte sich Speldorfs Coach Pierro Lusso auch einen Tag nach dem Spiel bei der Analyse: „Das war genauso wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben eine fulminante erste Halbzeit gespielt. Auch in der Höhe ist der Sieg verdient“. Die Verlierer tröstete der Coach mit den Worten: „Die Homberger haben eine tolle Truppe. Das werden die in den nächsten Spielen sicherlich wieder unter Beweis stellen.“

Wenig begeistert waren dagegen die Homberger Übungsleiter Harry Copi und Rainer Vervölgyi einen Tag nach dem Debakel. Copi: "Wir haben einmal mehr unsere Torchancen nicht verwertet und sind dafür eiskalt bestraft worden. Bei uns läuft im Moment einfach vieles schief.“ Auch die Verletzung von Patrick Goncalves passt da ins Bild. „Das war eine äußerst unglückliche Situation. So wie die Werbebande da platziert ist, passiert wenn du Glück hast nichts, und wenn du Pech hast, wird’s ganz bitter. Wir haben im Moment Pech!“, resümierte Copi.

Autor: Moritz Rieckhoff

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