Bereits am Donnerstagabend platzt der Knoten beim VfB Kirchhellen. Der Sieg im Kellerduell gegen Adler Ellinghorst war aber eine ganz schwere Geburt.

GE: Kreisliga kompakt

Trotz 3:2 - Anadolusport kein FC Klitschko

02. September 2013, 14:33 Uhr

Bereits am Donnerstagabend platzt der Knoten beim VfB Kirchhellen. Der Sieg im Kellerduell gegen Adler Ellinghorst war aber eine ganz schwere Geburt.

Kreisliga A 1

Die Gastgeber aus dem Bottroper Norden lagen gleich zweimal zurück, ehe Daniel Schlak, der schon das 2:2 markiert hatte, in der 94. Minute den Schlusspunkt setzte.

Während die Erleichterung, den kompletten Fehlstart vermieden zu haben, beim VfB riesig sein dürfte, wird die Brust bei einem Nachbarn immer breiter: Dem VfL Grafenwald gelang mit sieben Punkten aus drei Spielen ein formidabler Start. Nach dem fast schon sensationellen Sieg gegen Rentfort vor einer Woche, wurde der Aufsteiger auch mit der BVR-Reserve locker fertig und siegte an der Hegestraße mit 4:0. "Wenn man die Erste geschlagen hat, sollte man auch gegen die Zweite gewinnen. Aber es besteht auch die Gefahr, die zweite Mannschaft dann auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir haben das aber gut gemacht und sind in der Liga angekommen", meinte VfL-Coach Sven Koutcky. Jetzt dürfen sich die "Wöller" am nächsten Sonntag schon auf ein interessantes Spitzenspiel freuen, denn dann ist die zweite Mannschaft aus Zweckel zu Gast. Einen dicken Wermutstropfen gibt es aber: Aaron Drews musste mit einer schweren Schulterverletzung in der 89. Minute vom Platz. "Für ihn ist die Hinserie wohl gelaufen", bemerkte Koutcky, der aber davon ausgeht, den Ausfall mit seinem breiten Kader kompensieren zu können.

Apropos Spitze: Mit etwas Mühe konnte SuS Beckhausen seine tolle Serie verteidigen. Seit fast zehn Monaten sind die 05er ungeschlagen: Am 18. November 2012 unterlag die Elf von Marcel Harelik dem SV Zweckel II. Am Sonntag führte die zweite Mannschaft von Horst 08 lange mit 1:0, ehe Christian Keiser und Alexander Kirck die Partie am Schollbruch noch umbogen.

Kreisliga A 2
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Drei Spiele, drei Siege. "Damit haben wir nicht gerechnet", ist Thomas Krömmelbein vom perfekten Start seiner Westfalia selbst ganz schön überrascht. Von der Bezirksliga zu sprechen würde sich aber verbieten: "Der Topfavorit ist natürlich Blau-Weiß Gelsenkirchen, denn die haben sich gegenüber der letzten Saison noch einmal verstärkt und gewinnen ihre Spiele auch mehr als deutlich." Das Torverhältnis von 14:1 spricht nach dem 3. Spieltag in der Tat Bände. Aber zurück zu den 04ern, die aus Sicht Krömmelbeins nahtlos an die gute Rückrunde der Vorsaison anknüpfen. Bei den Bismarckern wird weiterhin auf den Jugendstil gesetzt, das Durchschnittsalter des Teams, das sich fast nur aus Eigengewächsen rekrutiert, liegt bei 21 Jahren. Die Perspektive könnte schlechter sein!

Ataman schießt Sportfreunde fast im Alleingang ab

Ziemlich schlecht scheint die Perspektive derweil bei anderen Teams, die vor nicht allzu langer Zeit noch in der Bezirksliga unterwegs waren: Die SG Eintracht Gelsenkirchen muss genau wie Hessler 06 kleine Brötchen backen, haben aber immerhin schon einen Sieg gefeiert. Die Sportfreunde 07/12 stehen ganz tief im Keller, am Sonntag waren die Jungs von der Plauener Straße gefundenes Fressen für den Klassenprimus Blau-Weiß, der den Gästen beim 7:1 förmlich das Fell über die Ohren zog. Ufuk Ataman, der insgesamt fünf Treffer für das Hennig-Team markierte, war am Schürenkamp der gefeierte Mann des Tages.

Kreisliga B 1
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Jörg Obeloer tat Karl Englich vom SC Hassel fast ein bisschen leid, denn der SCH-Verantwortliche, der Jörg Giller am Lüttinghof an die Aufgabe als Reserve-Trainer heranführt, kennt Obeloer aus gemeinsamen aktiven Tagen. Am Sonntag kannte Hassel aber wenig Gnade, mit 3:10 ging die SpVg. Westfalia Buer unter. "Fehlerfrei war unser Auftritt noch nicht, sonst hätten wir keine drei Gegentore bekommen", meinte Englich mit Blick auf das Schützenfest.

Kreisliga B 2

Jetzt ist der Fehlstart für Grün-Weiß Heßler perfekt. Beim Auftsteiger Anadolusport setzte es eine so ärgerliche wie knappe 2:3-Niederlage. Auch der Treffer von Francesco Pianeta, immerhin verhinderter Schwergewichts-Weltmeister, nützte dem Team von Francesco Iacino nichts. Vor allem der Quervergleich sollte Sorgen machen, denn Anadolusport ist beileibe nicht der "FC Klitschko" der Liga, der die anderen nur so verdrischt! Vor dem Spiel gegen Grün-Weiß hatte die Truppe von der Albert-Schweitzer-Straße schließlich auch erst einmal einnetzen können.

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