Daran, dass der VfB Frohnhausen, als Tabellen-Dreizehnter bei den Bezirksliga-Überfliegern vom ESC Rellinghausen angereist, nicht als Favorit in die Partie gehen würde, bestand kein Zweifel. Dass der VfB zudem auf sechs Stammspieler verzichten musste und mit einem

Bezirksliga 4 NR: ESC Rellinghausen schlägt VfB Frohnhausen mit 14:0

"Das war eine Unverschämtheit"

Aaron Knopp
16. April 2007, 21:07 Uhr

Daran, dass der VfB Frohnhausen, als Tabellen-Dreizehnter bei den Bezirksliga-Überfliegern vom ESC Rellinghausen angereist, nicht als Favorit in die Partie gehen würde, bestand kein Zweifel. Dass der VfB zudem auf sechs Stammspieler verzichten musste und mit einem "Ü40"-Torhüter, der hauptamtlich als Feldspieler der Kreisliga-B-Auswahl tätig ist, antrat, erhöhte die Chancen auf ein Erfolgserlebnis beim Tabellenführer kaum. Dass nach 90 Minuten ein 14:0 für den "Quasi-Landesligisten" aus Rellinghausen zu Buche stand, ist für RevierSport online jedoch Grund genug, die Verantwortlichen zu fragen: [i]Was war da los?[/i]

Willi Verdirk (Geschäftsführer ESC Rellinghausen 06)

Wir haben gut gespielt, zudem wurde Frohnhausen dann durch eine Rote Karte geschwächt. Aber 14:0 - das ist schon außergewöhnlich. Die Hitze hat aber auch ein gewieftes Wort mitgeredet. Am Ende hat sich Frohnhausen aufgegeben, ist körperlich und psychisch eingebrochen. Dann bekamen wir noch zwei Elfmeter und Frohnhausen wurde durch eine Gelb-Rote Karte weiter geschwächt. Besonders hervor tat sich auf unserer Seite Sasa Campara. Eigentlich ist er noch kein Stammspieler, traf aber vier Mal. Vor dem Spiel am kommenden Wochenende in Schönebeck müssen wir diese Leistung aber anders einordnen und nochmal alles abrufen.

Rainer Mölenkamp (Sportlicher Leiter VfB Frohnhausen):

Was da los war weiß, glaube ich, keiner so genau. Man muss dazu sagen, dass uns sechs Stammspieler gefehlt haben und wir das mit Spielern von den Alten Herren und der Jugend auffangen mussten. Trotzdem - das war eine Unverschämtheit. Wir müssen uns bei Torwart Michael Klaus bedanken. Weil beide Torhüter der ersten Mannschaft ausgefallen sind und der Keeper der 'Zweiten' nicht zur Verfügung stand, hat er sich bereit erklärt, einzuspringen und hat sogar eine noch höhere Niederlage verhindert, obwohl er eigentlich für die Zweite Mannschaft als Feldspieler aktiv ist. Die anderen Spieler müssten sich schämen, wie sie ihn im Stich gelassen haben. Da gibt es gar nichts dran zu rütteln. Selbst, wenn ich nur mit den Alten Herren spiele, darf ich nicht so untergehen, das ist indiskutabel. So etwas hat es in Frohnhausen meines Wissens auch noch nicht gegeben. Kompliment an den Gegner, wenn er sagt, die Hitze habe eine Rolle gespielt, aber das kann keine Ausrede sein. Beide Mannschaften müssen mit dem Wetter zurechtkommen, beide müssen auf dem selben Platz und mit dem selben Ball spielen. Wir sehnen einfach händeringend den Saisonabschluss herbei, um in Zusammenarbeit mit unserem neuen Trainer Klaus Becker einen Neuanfang zu starten. Wir planen zweigleisig, hoffen aber natürlich, die Klasse noch zu halten.

Autor: Aaron Knopp

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