Goliath gegen David! Der Vergleich hinkt nicht, wenn Aufstiegs-Anwärter SC Verl heute Nachmittag auf die SG Wattenscheid 09 trifft. In der Hinrunde gab es einen uncharmanten Fünfer-Pack von den Ostwestfalen, die in der Lohrheide mächtig Wirbel veranstalteten.  Dirk Helmig, Trainer der 09er, bleibt allerdings gelassen:

WATTENSCHEID: Einigeln ist beim Top-Favoriten tabu

Mutige Außenseiter-Rolle

tt
14. April 2007, 19:51 Uhr

Goliath gegen David! Der Vergleich hinkt nicht, wenn Aufstiegs-Anwärter SC Verl heute Nachmittag auf die SG Wattenscheid 09 trifft. In der Hinrunde gab es einen uncharmanten Fünfer-Pack von den Ostwestfalen, die in der Lohrheide mächtig Wirbel veranstalteten. Dirk Helmig, Trainer der 09er, bleibt allerdings gelassen: "Wir haben in den letzten drei Spielen auf gegnerischem Platz sieben Punkte eingefahren, das ist keine schlechte Ausbeute.

Wir fahren nach Verl, um dort etwas mitzunehmen." Die Tatsache, dass selbst Erkenschwick bei den hochgewetteten Münsteraner Preußen einen Dreier verbuchte, bestärkt den 09-Linien-Chef in seinem Glauben: "So etwas kann auch als Signal verstanden werden, dass sich die Kleinen nicht verstecken müssen."

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/343-1360_preview.jpeg Dirk Helmig.[/imgbox]Unter der Woche machte sich der Ex-Profi Sorgen um Top-Stürmer Selcuk Dede (15 Treffer), den eine Bauchmuskel-Zerrung plagte. "Wenn er nicht richtig fit ist, dann werden wir jedes Risiko vermeiden", erklärt "Putsche" und denkt bereits weiter: "Nach Verl wartet Oestrich, das ist für uns ein ganz wichtiges Duell." Falls Dede passen muss, bekommt Dimi Ropkas, der in den vergangenen Einsätzen nicht gerade das Füllhorn von Glücksgöttin Fortuna spürte, eine Chance. Helmig: "Dimi hat zuletzt in der Reserve ein Tor gemacht, das wird ihm Auftrieb geben."

Was die Taktik angeht, wird der schwarz-weiße Linien-Chef nicht von seinem Konzept abrücken. Totales einigeln wäre gegen die Kicker von der Poststraße sicherlich der falsche Weg. Helmig: "Das können wir gar nicht. Wenn man lange abwartet und irgendwann ein Ding kassiert, hat man nichts gewonnen. Wir bieten zwei Angreifer auf, wollen mutig unsere Chance suchen. Ich bin nicht der Typ, der sich mit seiner Mannschaft hinten reinstellt."

Natürlich spielt auch die mentale Stärke eine Rolle. Etwas Selbstvertrauen sollte da sein, zumal die Eindrücke aus dem März/April bis auf den 0:5-K.O. gegen Bielefeld II positiv stimmen. "Wichtig ist, dass die Jungs fest an sich glauben, dass die Einstellung hundertprozentig ist", sagt Helmig. Was er von Verl an sich hält, ist klar: "In der Winterpause haben alle von Preußen Münster gesprochen, das war der absolute Top-Favorit. Inzwischen hat der SCV diese Rolle inne. Sie haben die beste Ausgangs-Position, dazu noch den Nachholspiel-Joker und können es aus eigener Kraft schaffen." Was die Truppe allerdings nicht immun gegen Stolperer macht...

Autor: tt

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