Eintracht Frankfurt hat eine glänzende Generalprobe für das Pokal-Halbfinale am Dienstag gegen den 1. FC Nürnberg hingelegt und die Abstiegssorgen bei Arminia Bielefeld weiter vergrößert. Drei Tage vor dem Kampf um den erneuten Einzug ins Cup-Endspiel gewannen die Hessen auch ohne sieben Stammspieler mit 4:2 (2:1) bei den Ostwestfalen.

Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt 2:4

Siebter Arminia-Abstieg rückt bedrohlich nah

14. April 2007, 17:26 Uhr

Eintracht Frankfurt hat eine glänzende Generalprobe für das Pokal-Halbfinale am Dienstag gegen den 1. FC Nürnberg hingelegt und die Abstiegssorgen bei Arminia Bielefeld weiter vergrößert. Drei Tage vor dem Kampf um den erneuten Einzug ins Cup-Endspiel gewannen die Hessen auch ohne sieben Stammspieler mit 4:2 (2:1) bei den Ostwestfalen.

Während die Eintracht sich durch den ersten Auswärtssieg im Jahr 2007 und den ersten Erfolg bei der Arminia seit 1971 im Abstiegskampf etwas Luft verschaffte, droht Bielefeld zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte der Gang in die Zweitklassigkeit. Die Leistung der Arminia gegen das Frankfurter Rumpfteam war erschreckend schwach, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt fünf Spiele vor Ende der Saison zwei Punkte, könnte sich am Sonntag aber noch weiter vergrößern.

Auch das Restprogramm mit den Aufgaben gegen die Titelaspiranten Werder Bremen und Schalke 04 sowie UEFA-Cup-Viertelfinalist Bayer Leverkusen verspricht wenig Gutes. Die Treffer für die Frankfurter, die nun über ein Vier-Punkte-Polster zur Arminia verfügen, erzielten zweimal Ioannis Amanatidis (10. und 47. per Foulelfmeter), der überragende Manndecker Aleksandar Vasoski (33.) und Marcel Heller (90.+2). Bielefeld hatte durch seinen einzig überzeugenden Spieler Radim Kucera in der 28. Minute zwischenzeitlich ausgeglichen.

Der Anschlusstreffer von Christian Eigler (81.) zum 2:3 kam zu spät. Vor 26.000 Zuschauern merkte man den Gästen das Fehlen der verletzten Leistungsträger Markus Pröll, Christoph Preuß, Jermaine Jones, Sotirios Kyrgiakos sowie Patrick Ochs und der von Trainer Friedhelm Funkel wegen Formschwächen überraschend nicht berücksichtigten Albert Streit und Michael Thurk nicht an. Nachdem Arminia-Keeper Mathias Hain einen Kopfball von Marco Russ noch entschärft hatte (7.) schoss Amanatidis die Gäste nach glänzender Vorarbeit von Benjamin Huggel in Führung. Die Arminia wirkte danach völlig verunsichert und kam durch Kucera nach schöner Hereingabe von Jörg Böhme eher zufällig zum Ausgleich.

Ein erneuter krasser Stellungsfehler in der Deckung führte durch einen Kopfball des nach Freistoß von Benjamin Köhler völlig freistehenden Vasoski erneut zur Frankfurter Führung. Die erwartete Trotzreaktion der Mannschaft von Trainer Ernst Middendorp nach dem Wechsel blieb weitgehend aus, nachdem der ansonsten überzeugende Schiedsricher Helmut Fleischer den Hessen in der 47. Minute einen fragwürdigen Strafstoß zusprach, den Amanatidis sicher verwandelte. Nach dem späten Anschlusstreffer warf die Arminia allerdings nochmal alles nach vorne, ein Tor wollte aber nicht mehr herausspringen. Stattdessen machte Heller in der Nachspielzeit alles klar.

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