Borussia Mönchengladbach hat die wohl letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga leichtfertig verspielt. Zum Auftakt des 29. Spieltages verloren die Borussen gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Traditionsklub Hamburger SV 0:1 (0:0) und müssen sich langsam mit dem Gedanken an den zweiten Abstieg der Vereinsgeschichte nach 1999 gewöhnen. Das Siegtor für den HSV erzielte der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Paolo Guerrero in der 90. Minute. Nach starkem Beginn ließen die Borussen im zweiten Durchgang nach und verpassten es, den dringend benötigten Sieg zu holen.

Gladbach - HSV 0:1

Superjoker Guerrero rettet HSV

13. April 2007, 22:18 Uhr

Borussia Mönchengladbach hat die wohl letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga leichtfertig verspielt. Zum Auftakt des 29. Spieltages verloren die Borussen gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Traditionsklub Hamburger SV 0:1 (0:0) und müssen sich langsam mit dem Gedanken an den zweiten Abstieg der Vereinsgeschichte nach 1999 gewöhnen. Das Siegtor für den HSV erzielte der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Paolo Guerrero in der 90. Minute. Nach starkem Beginn ließen die Borussen im zweiten Durchgang nach und verpassten es, den dringend benötigten Sieg zu holen.

Die Hamburger kamen nach der 2:4-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart zwar wieder zu drei Punkten, waren aber erneut weit von den zuvor starken Leistungen in der Rückrunde entfernt. Die Hanseaten verbesserten sich vorübergehend sogar auf Rang sieben. `Wir waren klar die bessere Mannschaft, aber es ist jede Woche das Gleiche: Wir machen einfach kein Tor. Jetzt wird es ganz, ganz schwer für uns. Wir haben noch fünf Spiele, und wir müssen alle gewinnen´, sagte Gladbachs Nationalspieler Oliver Neuville.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/254-256_preview.jpeg Foto: firo.[/imgbox]
HSV-Trainer Huub Stevens war dagegen nach seinem 100. Erfolg als Bundesliga-Trainer trotz der schwachen Leistung seines Teams zufrieden: `Nachdem wir zuhause gegen Stuttgart verloren hatten, mussten wir dringend punkten. Dass uns das gleich im nächsten Spiel gelungen ist, ist natürlich super. Heute hat der Glückliche gewonnen.´ Vor 54.067 Zuschauern im erstmals in dieser Saison ausverkauften Borussia-Park waren die Gastgeber in der ersten Halbzeit die klar spielbestimmende Mannschaft. In der 11. Minute wurde Federico Insua in letzter Sekunde von Joris Mathijsen der Ball vom Fuß genommen, in der 33. Minute verpasste Nando Rafael das mögliche 1:0.

Die größte Gelegenheit der Borussen hatte erneut Insua; der Argentinier traf nach einer Flanke von Natinalspieler Marcell Jansen aber nur die Latte des Hamburger Tores (40.). Den Nachschuss setzte Peer Kluge rechts am HSV-Gehäuse vorbei. Unmittelbar vor der Pause klärte Hamburgs Schlussmann Frank Rost noch bei einem Schuss von Bo Svensson aus etwa acht Metern. Der Däne Svensson hatte von Gladbachs Trainer Jos Luhukay den Vorzug in der Viererkette vor Ze Antonio erhalten. Der Portugiese hatte zuvor 61-mal in Folge in der Anfangsformation gestanden und 5535 Minuten in Folge für die Gladbacher absolviert.

Zurück ins Team gerückt waren zudem Kluge (nach Gelbsperre) sowie Michael Delura (nach Innenbanddehnung). Stevens hatte nach der schwachen Vorstellung gegen Stuttgart seine Formation auf fünf Positionen geändert. Neu ins Team rutschten Juan Pablo Sorin, Raphael Wicky, Besart Berisha, Alexander Laas sowie Ivica Olic. Dennoch war den Gästen eine gewisse Verunsicherung anzumerken. Die einzige Chance im ersten Durchgang hatte Sorin, dessen Schuss Gladbachs Torhüter Kasey Keller aber parierte. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild.

Die Borussen agierten viel zu zaghaft und schafften es kaum noch, die Hamburger ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In der 79. Minute scheiterte der eingewechselte Neuville mit einem Kopfball an Rost. Beste Spieler bei den Borussen waren Janssen sowie trotz seiner für viele Fans überraschenden frühen Auswechslung in der 65. Minute der Argentinier Insua. Der HSV hatte seine stärksten Akteure in Jarolim und ansatzweise van der Vaart.

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