Oliver Schröder hat es geahnt. Kaum geht es gegen Hertha BSC Berlin, da ist der Rechtsfuß plötzlich bei den Medien ein gern gesehener Gast. Als gebürtiger Berliner und langjähriger Spieler der Hertha, erscheint er als Experte des Hauptstadtclubs geradezu prädestiniert. Doch bevor Schröder sich zum Thema Hertha äußert, schwächt er ab: „Derzeitige Details sind mir fremd. Der Kontakt ist ziemlich abgerissen.“ Da ist an der Spree kaum noch einer, mit dem er länger zusammen gekickt hat. Lediglich das neue Trainergespann ist ihm nicht fremd.

Bochums Oliver Schröder rechnet mit erhöhten Ausgaben

Berliner als Hertha-Experte

13. April 2007, 09:22 Uhr

Oliver Schröder hat es geahnt. Kaum geht es gegen Hertha BSC Berlin, da ist der Rechtsfuß plötzlich bei den Medien ein gern gesehener Gast. Als gebürtiger Berliner und langjähriger Spieler der Hertha, erscheint er als Experte des Hauptstadtclubs geradezu prädestiniert. Doch bevor Schröder sich zum Thema Hertha äußert, schwächt er ab: „Derzeitige Details sind mir fremd. Der Kontakt ist ziemlich abgerissen.“ Da ist an der Spree kaum noch einer, mit dem er länger zusammen gekickt hat. Lediglich das neue Trainergespann ist ihm nicht fremd.

„Gegen den Sohn von Karsten Heine habe ich in der Jugend gespielt. Mit Sven Kretschmer drei Jahre lang bei den Amateuren. Beides sind absolute Fachleute.“ Aber warum es bei seinem Ex-Club zurzeit gar nicht mehr läuft, das kann auch Schröder nicht beantworten: „Irgendwie scheint es da überhaupt nicht zu stimmen. Die Truppe wirkt seit Monaten schon nicht mehr wie eine geschlossene Einheit.“ Und daran soll sich auch am Samstag nichts ändern, denn Schröder warnt:
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/721-727_preview.jpeg Oliver Schröder, hier gegen Miro Klase (Foto: firo). [/imgbox]
„Auch nach Leverkusen haben wir keinen Grund zum Durchatmen. Wir müssen uns genauso leidenschaftlich in die Aufgabe verbeißen wie zuletzt. Das bedeutet Kampfgeist zeigen, denn selbst ein Dreier wäre noch keine Vorentscheidung.“
Trotz aller realistischen Einschätzung, dass die Partie gegen die „alte Dame“ kein Selbstläufer wird, ist Schröder überzeugt, dass auf ihn in der kommenden Woche erhöhte Ausgaben zukommen. Schließlich gilt im Mannschaftskreis die eiserne Regel:

Wer gegen seinen Ex-Club gewinnt, muss das Team zum Essen einladen. Schröder: „Ich habe Mitleid mit Christoph Dabrowski, der musste nach Siegen gegen Bielefeld und Hannover schon vier Mal bluten. Schließlich hat er auch in der Jugend bei Hertha gespielt. Vielleicht muss er sich wieder beteiligen.“

Schröder hat längst zwei Dinge verinnerlicht: Sich wenig Gedanken über den Gegner, sondern nur über die eigene Stärke zu machen („Was bei Hertha los ist, darf uns nicht interessieren“). Und auf der Position, auf der ihn Trainer Marcel Koller braucht, optimale Leistungen zu bringen. Der Coach schmunzelnd: „Er zeigt doch mit guten Auftritten, dass er sich auf der rechten Abwehrseite wohl fühlt.“

Und so will Schröder auch gegen Hertha wieder seinen Job erledigen, mit nur einem Ziel: „Weil wir das Messer immer noch an der Kehle spüren, muss ein Sieg her. Da kann ich auf meinen Ex-Club keine Rücksicht nehmen.“

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