RÜDINGHAUSEN: Schymanietz, Varbelow und Didion gehen

Lautlose Unterstützung

tr
13. April 2007, 09:20 Uhr

"Wir werden jetzt doch mehr Leute verlieren, als zuerst angenommen", schnauft Ulrich Sieweke tief durch. Dabei hatte der Rüdinghausener Coach vor ein paar Tagen noch den Charakter seiner Mannschaft gelobt. Doch nach Sascha Mitrovic (Witten-Heven), Andy Hanke und Michael Schmitt (beide werden ihre Laufbahn beenden), haben nun auch Roman Schymanietz, Sebastian Didion (beide Ziel unbekannt), Mark Varbelow (Co-Trainer Teutonia Riemke) und Benjamin Bergel (studienbedingt ein halbes Jahr in Australien) dem Club den Rücken gekehrt.

"Es ist traurig, aber es sind Abgänge, die man kompensieren kann", will Sieweke lieber die Flucht nach vorne antreten: "Ich habe mir über Ostern viele Gedanken gemacht. Wenn ich die Verstärkungen bekomme, die ich haben will, werden wir eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen." Mit Alexander Enke und Dominik Altfeld (beide Eintracht Dortmund) stehen die ersten beiden Neuzugänge schon fest. Zudem wird Tobias Benseler aus der eigenen Reserve hochgezogen.

"Tobias sehe ich wie Stephan Schierbaum", lobt Sieweke. "Stephan ist bei uns voll einschlagen, das kann auch Tobias schaffen." Und aufgrund dieser Aussichten hat Sieweke seinen Kontrakt auch verlängert: "Ich lasse den Verein nicht im Stich, auch wenn es der richtige Zeitpunkt für einen Absprung wäre. Aber ich sehe realistische Ziele, deshalb bleibe ich."

Neben den langfristigen Ambitionen steht besonders der Auftritt am Samstag (18 Uhr) gegen den DSC Wanne-Eickel im Fokus. Zwar müssen die Wittener auf Schymanietz (Mittelfußbruch) und Dustin Wurst (rotgesperrt) verzichten, dennoch will Sieweke seine Vorgabe nicht aus den Augen verlieren: "Wanne hat eine schlechte Serie hinter sich und enorme Verletzungsprobleme. Die sind angeschlagen und wir müssen das ausnutzen. Ich will nicht von meinem Traum, Platz fünf zu erreichen, abweichen. Es wird mit Sicherheit ein offener Schlagabtausch."

Der allerdings auch teuer werden kann. Denn aufgrund des Lärmschutz-Urteils (RS berichtete ausführlich) drohen TuRa Geldstrafen, wenn die Dezibelgrenze überschritten wird. "Es werden Messungen vorgenommen", weiß Sieweke. "Aber vielleicht machen sich die Kläger ja auch noch einmal Gedanken, denn besonders unsere Jugendabteilung leidet unter diesen Vorkommnissen." Kurios: Die Familien Krüger und Müller klagten, doch ausgerechnet "Frau Müller ist eine ehemalige Lehrerin", berichtet Sieweke. "Eigentlich gehe ich davon aus, dass man in diesem Job ein Herz für Kinder hat, aber anscheinend ist das wohl nicht so." Wenn die Zuschauer am Samstag zu laut sind, muss TuRa damit zum ersten Mal zahlen. "Die Austragungsorte für die anderen Heimspiele stehen noch nicht fest, weil wir jetzt dieses Match abwarten wollen", hofft Sieweke auf "lautlose" Unterstützung.

Autor: tr

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