Eine sportlich niederschmetternde Woche endete für den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen mit dem erwarteten Aus im UEFA-Cup-Viertelfinale. Eine Woche nach der höchsten Europacup-Heimniederlage beim 0:3 und der darauf folgenden 1: 4-Pleite gegen den VfL Bochum, verlor das Team von Trainer Michael Skibbe auch das Rückspiel gegen den spanischen Erstligisten CA Osasuna mit 0:1 (0:0).

CA Osasuna - Bayer Leverkusen 1:0

Skibbe-Team scheitert ohne Risiko

12. April 2007, 22:41 Uhr

Eine sportlich niederschmetternde Woche endete für den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen mit dem erwarteten Aus im UEFA-Cup-Viertelfinale. Eine Woche nach der höchsten Europacup-Heimniederlage beim 0:3 und der darauf folgenden 1: 4-Pleite gegen den VfL Bochum, verlor das Team von Trainer Michael Skibbe auch das Rückspiel gegen den spanischen Erstligisten CA Osasuna mit 0:1 (0:0).

Nun steht für Bayer ab sofort nur noch die Bundesliga im Mittelpunkt, am kommenden Sonntag (17.00 Uhr live bei Arena) muss die Werkself, im Kampf um die direkte UEFA-Cup-Qualifikation für die kommende Saison ohne Kapitän Bernd Schneider und Nationalspieler Stefan Kießling beim deutschen Meister Bayern München den fünften Tabellenplatz verteidigen. Wie das allerdings ohne die beiden gesperrten Leistungsträger und angesichts der derzeitigen Verfassung des Teams klappen soll, ist höchst fraglich.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/921-935_preview.jpeg Raus: Sergej Barbarez (Foto: firo). [/imgbox]
Zwar präsentierten sich die Leverkusener gegenüber den beiden deftigen Heimpleiten leicht verbessert, zeigten aber viel zu wenig Mut, um die äußerst kleine Chance zu einem Fußball-Wunder beim Schopfe zu packen. Leverkusen ist der 116. Fall in der Europapokal-Geschichte, in dem ein Team nach einem 0:3-Heimrückstand aus dem Wettbewerb ausschied. Für die Entscheidung sorgte in der 61. Minute Mittelfeldspieler Juanlu, der einen durch Leverkusens Torhüter Rene Adler abgewehrten Schuss von Roberto Soldado aus kurzer Distanz ins leere Tor schob. Damit ist der größte Erfolg von Osasuna in der Vereinsgeschichte perfekt.

Der Klub, der in der Champions-League-Qualifikation noch am Hamburger SV gescheitert war, trifft nun im Halbfinale am 26. April und 3. Mai auf Titelverteidiger FC Sevilla. Michael Skibbe veränderte sein Team gegenüber dem Hinspiel auf vier Positionen, veränderte damit aber vor allem die Defensive. So bildeten Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Ahmed Madouni eine neue Innenverteidigung für den angeschlagenen Brasilianer Juan, der erst gar nicht nach Pamplona mitreiste, und den zuletzt schwachen Karim Haggui. Auf der linken Abwehrseite spielte nach vier Monaten erstmals wieder Fredrik Stenman, der Marko Babic vorerst ersetzte. Leverkusen war mit der einzigen nominellen Spitze Sergej Barbarez zunächst darauf bedacht, Sicherheit ins Spiel zu bringen und keine Gegentore zu kassieren.

Die Gastgeber aus der spanischen Stierkampf-Stadt, die gegenüber dem Hinspiel von Trainer Jose Ziganda auf fünf Positionen geändert wurde, warteten auf Konter und hatten bereits in der vierten Minute durch Soldado die erste große Möglichkeit. Der gleiche Spieler scheiterte in der 22. Minute an Adler. Bei Bayer hatte lediglich Nationalspieler Paul Freier drei Minuten vor dem Seitenwechsel so etwas wie eine Tormöglichkeit, als er den Ball aus kurzer Distanz in die Arme von Osasunas Keeper Ricardo schob. Zu allem Übel verletzten sich auf Seiten der Gäste der Schweizer Tranquillo Barnetta und Innenverteidiger Madouni, der bei einem Kopfballduell durch einen Ellenbogenschlag von Osasunas Valdo eine klaffende Platzwunde über dem linken Auge erlitt.

Trainer Skibbe riskierte aber dennoch weiterhin keinen zweiten Stürmer, so dass Callsen-Bracker in der 50. Minute mit einem Kopfball lediglich eine gute Tormöglichkeit hatte. Der Ball wurde allerdings von Nacho von der Torlinie geschlagen. In der 66. Minute brachte Skibbe Kießling, nahm dafür Barbarez hinaus. Bei den Gastgebern verdienten sich Soldado und Nacho die besten Noten. Bei der Bayer-Elf konnten allenfalls Adler und der fleißige Freier gefallen. 250 Leverkusener Fans, die mit dem Bus insgesamt 36 Stunden auf Hin- und Rückfahrt unterwegs waren, quittierten die Leistung und die Aufstellung der Mannschaft mit `Skibbe-raus-rufen´.

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