Das erste Spiel unter Carsten Gockel, der vom Posten des Sportlichen Leiters bis zum Saisonende auf die Trainer-Bank des SC Preußen Münster gewechselt ist, war vielversprechend, aber unter dem Strich erfolglos. In der Verlängerung musste sich Münster dem Regionalligisten Ahlen 2:4 geschlagen geben, damit wurde das Finale im Westfalen-Pokal und die gleichzeitige Teilnahme an der lukrativen DFB-Hauptrunde im kommenden Sommer verpasst.

MÜNSTER: Trotz Niederlage gelungener Gockel-Einstand

Die Sammel-Phase läuft

12. April 2007, 17:13 Uhr

Das erste Spiel unter Carsten Gockel, der vom Posten des Sportlichen Leiters bis zum Saisonende auf die Trainer-Bank des SC Preußen Münster gewechselt ist, war vielversprechend, aber unter dem Strich erfolglos. In der Verlängerung musste sich Münster dem Regionalligisten Ahlen 2:4 geschlagen geben, damit wurde das Finale im Westfalen-Pokal und die gleichzeitige Teilnahme an der lukrativen DFB-Hauptrunde im kommenden Sommer verpasst.

Gockel: "Das ist natürlich schade, aber ich mache den Jungs keinen Vorwurf. Sie haben alles gegeben, es gab sogar die Chance, beim Stande von 2:1 durch Marco Antwerpen ein drittes Tor zu erzielen. In Unterzahl war es für uns natürlich sehr, sehr schwer, die Partie in der Verlängerung zu entscheiden." Trotzdem zeigt sich der Kreß-Nachfolger zuversichtlich: "Wir haben eine gute B-Note erzielt, konnten uns bei den mitgereisten Fans sicherlich etwas Kredit zurückholen. Ein Sieg wäre das I-Tüpfelchen gewesen."

Der ehemalige Verler bastelte die Formation um, ließ ein 3-6-1-System mit Antwerpen als einziger Spitze praktizieren. Prominentestes "Opfer" der Umstellung war Dirk Caspers, der seinen Verteidiger-Posten räumen musste. Dafür zauberte Gockel den 18-Jährigen Massih Wassey aus dem Hut. Das Talent spielt sonst in der A-Jugend, machte seinen Part im defensiven Mittelfeld sehr gut.

Was die Neu-Besetzung der Coach-Stelle angeht, gibt es noch keine Entscheidung. Gockel: "Sicherlich flattern Bewerbungen ins Haus, wir haben auch eigene Ideen, wie es künftig weitergehen könnte. Im Moment wird alles gesammelt, es gibt aber noch nichts Spruchreifes." Gockel selbst hat das Limit klar vor Augen. "Ich mache den Job bis zum Saisonende, dann werde ich mich wieder um den sportlichen Bereich kümmern", erläutert der A-Lizenz-Inhaber und fügt hinzu: "Ganz so lange können wir nicht mehr warten, schließlich müssen wir auch in den Planungen mit den Spielern gehen."

Das wollte Gockel ursprünglich nach Ostern mit Georg Kreß machen – doch dann kam die einvernehmliche Trennung, die durch das 0:1 gegen Erkenschwick ausgelöst wurde. Gockel: "Es lief ganz sauber ab, die Zusammenarbeit mit Georg Kreß hat richtig Spaß gemacht. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass er ein guter Trainer ist, aber die Entwicklung ist bei uns leider so gewesen, dass der Kredit im Umfeld aufgebraucht war." Jetzt geht es darum, in der Fan-Gunst wieder zu steigen, sich ordentlich zu präsentieren. Gockel: "Darauf werde ich besonders achten. Die Truppe muss sich zerreißen."

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