Mit einem guten Gefühl verließ Sven Heinze am Mittwoch-Nachmittag die St. Barbara-Klinik in Hamm. Dabei hatte der Stürmer der Hammer Spielvereinigung mit dem Schlimmsten rechnen müssen, als er bei der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft im Nachholspiel beim FC Gütersloh nach einer Stunde vom Platz musste.

HAMMER SV: Sven Heinze mit Glück im Unglück

Kreuzband und Meniskus stabil

hb
12. April 2007, 16:28 Uhr

Mit einem guten Gefühl verließ Sven Heinze am Mittwoch-Nachmittag die St. Barbara-Klinik in Hamm. Dabei hatte der Stürmer der Hammer Spielvereinigung mit dem Schlimmsten rechnen müssen, als er bei der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft im Nachholspiel beim FC Gütersloh nach einer Stunde vom Platz musste. "Bei einem Sprint bin ich mit dem Stollen im Rasen hängen geblieben. Ich hatte sofort die Befürchtung, dass im rechten Knie etwas kaputt ist", erinnert sich Heinze an die Schrecksekunde.

Nun kam die Entwarnung. Unfallchirurg Dr. Helmut Bülhoff entdeckte bei einer Computer-Tomografie keine gerissenen Bänder, auch der Meniskus trug keinen Schaden davon, sondern lediglich die Kapsel ist leicht verletzt. "Vor acht Jahren bin ich mal am Kreuzband operiert worden. Das inzwischen vernarbte Gewebe bereitet etwas Probleme, aber in zehn bis 14 Tagen kann ich wohl wieder ins Training einsteigen", hatte Heinze Glück im Unglück.

In der mit Offensivkräften nicht gerade verwöhnten Truppe von Trainer Wolfgang Sandhowe wird der 28-Jährige auch dringend gebraucht. Heinze war zuletzt die einzige Spitze, dahinter lief Achilleas Courtoglou im offensiven Mittelfeld auf. "Archie wird wohl jetzt wieder vorne spielen, so wie vorher mit mir zusammen", überlegt Heinze.

Nächsten Sonntag in Bielefeld und eine Woche später daheim gegen Emsdetten 05 wird er mit Sicherheit fehlen. Doch in der entscheidenden Phase der Meisterschaft will der Lehramtsstudent der Uni Münster (Sport und Geographie) wieder helfen, den Klassenerhalt zu sichern. "Nach Emsdetten kommen auch noch Ahlen und Hüls zu uns. Das sind die Partien, die wir unbedingt gewinnen müssen, dann sind wir durch", fehlen dem Angreifer "bis zum Saisonende acht bis zehn Punkte, um sicher in der Liga zu bleiben". Denn die momentanen fünf Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz seien "kein beruhigendes Polster", zumal die Konkurrenten Oestrich, Wattenscheid und Hüls noch eine Partie mehr auf dem Konto hätten.

Bis er wieder selbst eingreifen kann, will Heinze sein Fußball-Wissen an den Nachwuchs weitergeben. Der C-Lizenzinhaber coacht seit Saisonbeginn die Hammer C2-Jugend. "Damit habe ich gut zu tun", lacht Heinze, ehe im Sommer der Uni-Abschluss auf ihn wartet.

Autor: hb

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