Die italienische Bank Capitalia hat eine 49-prozentige Beteiligung an Italpetroli übernommen, der Erdölgesellschaft des AS-Rom-Präsidenten Franco Sensi. Der Deal ist Teil eines Sanierungsplans zur Rettung des Klubs.

AS Rom wird von Großbank kontrolliert

jt
23. Juni 2004, 11:53 Uhr

Die italienische Bank Capitalia hat eine 49-prozentige Beteiligung an Italpetroli übernommen, der Erdölgesellschaft des AS-Rom-Präsidenten Franco Sensi. Der Deal ist Teil eines Sanierungsplans zur Rettung des Klubs.

Der AS Rom steht unter der Kontrolle der italienischen Großbank Capitalia. Das Finanzunternehmen hat eine 49-prozentige Beteiligung an Italpetroli übernommen, der Erdölgesellschaft des AS-Rom-Präsidenten Franco Sensi. Italiens viertgrößte Bank wandelte ihre Kredite im Wert von 35 Millionen Euro, die ihr Italpetroli in den kommenden Monaten hätte zurückzahlen sollen, in Aktien der Erdölgesellschaft um. Italpetroli kontrolliert nun über die Holding Roma 2000 einen 61,69-Prozent-Anteil an AS Rom, der die letzte Saison in der Serie A auf Platz zwei abgeschlossen hatte.

Teil eines Sanierungsplans

Dieser Deal ist Teil eines Sanierungsplans, mit dem AS Rom und Italpetroli gerettet werden sollen. Zur Reduzierung der Verschuldung von 650 Millionen Euro entschloss sich der Erdölmagnat Sensi kürzlich zum Verkauf seiner 16-prozentigen Beteiligung an der Verwaltungsgesellschaft der römischen Flughäfen ADR. Außerdem will sich der 79-Jährige auch von einer lokalen Tageszeitung und einem Luxushotel in Rom trennen.

Mit diesen Operationen will Sensi, der Roma seit 1993 leitet, 170 Millionen Euro auftreiben. Bis Ende Juli ist eine Kapitalaufstockung im Wert von 150 Millionen Euro geplant, die AS Rom eine neue Finanzspritze sichern soll. Der römische Verein, der seit 2000 an der Mailänder Börse notiert ist, kämpft seit Jahren gegen finanzielle Probleme. Die Roma-Aktien an der Mailänder Börse waren in den vergangenen Wochen häufiger vom Handel ausgesetzt worden.

Autor: jt

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