Es gilt für den FCR Duisburg! Coach Thomas Obliers wird seine Truppe darauf einschwören, die Präsentations-Karte DFB-Pokal am heutigen Sonntag, 8. April, ab 11 Uhr nicht leichtfertig zu spielen: Die SG Schönebeck wartet als Gastgeber des Halbinales auf der Sportanlage am Stoppenberger Hallo. Aufgezockt wird das Ticket für das Finale am 26. Mai in Berlin.

FCR: Gegen Schönebeck wird Pokal-Rasen "umgepflügt"

Obliers: Härte und Fairness!

og
07. April 2007, 20:34 Uhr

Es gilt für den FCR Duisburg! Coach Thomas Obliers wird seine Truppe darauf einschwören, die Präsentations-Karte DFB-Pokal am heutigen Sonntag, 8. April, ab 11 Uhr nicht leichtfertig zu spielen: Die SG Schönebeck wartet als Gastgeber des Halbinales auf der Sportanlage am Stoppenberger Hallo. Aufgezockt wird das Ticket für das Finale am 26. Mai in Berlin. "Meine Spielerinnen brennen, darüber mache ich mir keine Sorgen", legt sich Obliers ohne Zurückhaltung fest, "Essen als Gegner, Pokalhalbfinale, Fernsehen, viele Zuschauer, wer da nicht eine Fackel ist, der hört am morgigen Montag mit dem Fußballspielen auf."

Wo der Mann recht hat, da hat er recht. Logisch, dass auch der FCR die Auswahl über Nacht im Hotel Rheingarten Homberg versammelte, um 8.15 Uhr fährt der Bus los. "Schon aus dem Grund, weil viele Spielerinnen von außerhalb kommen. Eine Stunde vorab Auto fahren, bringt nichts." Ausfallen werden heute auf jeden Fall Iris Flacke und Andrea Lenart, Vanessa Martini und Viola Odebrecht meldeten sich zurück. "Alle sind dabei, mich wundert das nicht", kennt Obliers grinsend das subjektive Schmerzempfinden bei Blessuren, wenn so ein Highlight bevor steht. Das gilt auch für die Motivation: "Ich denke nicht, dass ich großartig was sagen muss."

Am Samstag wurde noch ein lockeres Training eingeschoben. Der 4:2-Erfolg des Meisterschaftsmatches war natürlich noch einmal Thema. "Ich habe es mir erneut auf Video angeschaut, ich hatte noch Aufschlüsse, sah bei den Gegentoren dumme Fehlpässe." Die am heutigen Sonntag tabu sind - Obliers: "Das wird am Hallo anders, der gesamte Rasen wird umgepflügt, es geht hoch her, richtig zur Sache, ich wünsche mir Härte, aber vor allen Dingen auch Fairness."

Auch Obliers - wie Schönebecks Ralf Agolli - wird angesprochen. "Das passiert, viele wollen das Match via TV verfolgen", nickt der 39-Jährige ab, "aber wir werden mit unseren eisernen Fans vertreten sein, es schlagen einige auf." So dass die Kulisse lautstark sein soll, auch Atmosphäre ist bedeutungsvoll, wenn so ein Match live in die Wohnzimmer geleitet wird. "Dieses Duell ist auch ganz wichtig für den Frauenfußball, es wird super spannend", prognostiziert Obliers. Gleichzeitig schickt er kämpferisch hinterher: "Aber wir gewinnen. Wenn ich davon nicht ausgehen würde, müsste ich zuhause bleiben." Im letzten Jahr war beim 1:2 in der Vorschlussrunde gegen den 1.FFC Frankfurt Schicht, der in der Meisterschaft aktuell vier Zähler vor Duisburg liegt.

So dass alles klar gestellt sein muss, bevor der Anpfiff erfolgt. "Wenn gerade dieses Spiel läuft, kann man vielleicht noch reinschreien, aber es ist immer fraglich, ob man durchkommt. Alles andere ist Show für das Fernsehen." Logisch ist auch, dass Obliers das Cup-Duell nicht behandelt, wie jedes andere Match. "Das eine oder andere lasse ich mir einfallen, knackige Sprüche sowieso." Und eine taktische Marschroute, die als letzte Ausfahrt das Berliner Olympiastadion haben soll - 26. Mai, ein Samstag.

Autor: og

Kommentieren