Mladen Krstajic fühlt sich irgendwie befreit, aber so richtig gut geht's ihm noch nicht. Erstmals seit dem Zusammenstoß mit Paul Freier bei der 0:1-Niederlage gegen Leverkusen, der einen schmerzhaften Rippenbruch nach sich zog, trainiert und spielt der beinharte Schalker Abwehrrecke ohne seinen Brustpanzer.

SCHALKE: Krstajic legte Panzer ab und will zur Not selbst treffen

"Keine Angst, aber ..."

hb
06. April 2007, 13:05 Uhr

Mladen Krstajic fühlt sich irgendwie befreit, aber so richtig gut geht's ihm noch nicht. Erstmals seit dem Zusammenstoß mit Paul Freier bei der 0:1-Niederlage gegen Leverkusen, der einen schmerzhaften Rippenbruch nach sich zog, trainiert und spielt der beinharte Schalker Abwehrrecke ohne seinen Brustpanzer. "Das ist schon etwas komisch, irgendwie etwas leichter", muss sich Krstajic noch an die viele frische Luft an seinem gut gestählten Oberkörper gewöhnen.

Sonst kein Kind von Traurigkeit, ließ es der Innenverteidiger in den ersten Einheiten ohne schützendes Karbon vor der Rippe etwas ruhiger angehen. "Ich kann nicht sagen, dass ich Angst habe, aber so richtig in die Zweikämpfe bin ich bisher noch nicht gegangen", gibt Krstajic zu.

Das soll sich am Samstag ändern, wenn es gegen Borussia Mönchengladbach darauf ankommt, den in den Schlund der Zweiten Liga blickenden Gästen die Grenzen zu zeigen. "Wenn es auf den Platz gehe, werde ich nicht mehr daran denken, dass ich wieder einen vor diese Stelle bekommen könnte", fürchtet Krstajic weder Gegner noch mögliche Schmerzen. "Jetzt kommt die entscheidende Phase der Saison. Wir müssen zeigen, dass die schlechte Leistung in München ein Ausrutscher war", lässt der 33-Jährige kein Pardon mehr im Kampf um die Deutsche Meisterschaft zu. "Gladbach ist Letzter. Wir respektieren sie, aber die Punkte müssen wir einfach holen."

Und zur Not will Krstajic, wie im letzten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, selbst für die Entscheidung sorgen: "Es ist egal, wer die Tore schießt. Wenn ich die Gelegenheit habe, mache ich es eben."

Autor: hb

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