Mit einer starken Innenband-Überdehnung beendete Tobias Willi das Gefecht in Kaiserslautern. Momentan befindet sich der Blondschopf in der Betreuung von Sport-Physiotherapeut Peter Kuhlbach und Ronald Dynio.

MSV: Tobias Willis Blessur

"Platz drei nicht mehr hergeben"

tt
05. April 2007, 17:42 Uhr

Mit einer starken Innenband-Überdehnung beendete Tobias Willi das Gefecht in Kaiserslautern. Momentan befindet sich der Blondschopf in der Betreuung von Sport-Physiotherapeut Peter Kuhlbach und Ronald Dynio. "Die Physios geben Gas", sagt Willi, "aber eine Prognose vermag ich noch nicht abzugeben. Gestern war Therapie angesagt, etwas Massage und ein paar Minuten Fahrrad fahren."

Dass es am "Betze" hoch her und kräftig auf die Knochen ging, ist für den ehemaligen Freiburger kein Grund zum Klagen. "Es war ein intensives, geiles Spiel. Der Trainer hat uns richtig heiß gemacht. Natürlich gibt es da auch auf die Socken, aber wir haben uns gewehrt und uns nichts gefallen lassen", blickt er auf die heißen 90 Minuten zurück. Willis Rückblick: "Es war nicht die schönste Begegnung, aber wir haben taktisch sehr diszipliniert agiert, die Arbeit der letzten Tage wurde belohnt."

Die zwischenzeitliche Auszeit erwies sich für den etwas vom Kurs abgekommenen MSV im Nachhinein als richtig. "Die Phase hat uns gut getan. Im Training hat es richtig gedampft, dazu kam der Test gegen Gladbach, in dem wir auch schon viel geordneter aufgetreten sind. Danach haben wir auf den FCK hingearbeitet, uns eine Taktik zurecht gelegt. Wenn das Konzept dann auch noch aufgeht, freut man sich natürlich umso mehr."
Zu sehen war diese Emotion vor allem bei den MSV-Treffern und beim Jubel nach dem Abpfiff. "Du merktest, wie bei Fans und bei uns Spielern eine Riesen-Last abgefallen ist. Wir standen ja auch unter einem Schweine-Druck, aber wir haben es hinbekommen", ballt der Publikumsliebling die Faust.

Willi macht aus seinem Herzen keine Mördergrube: "Die vier Niederlagen zwischendurch gingen mir richtig auf den Sack, das war ekelhaft. Im Umfeld merkte man die Unzufriedenheit, bei uns selbst war die Stimmung auch nicht gut." Das will er aber nicht als Fingerzeig für schlechtes Klima verstanden wissen: "25 Freunde gibt es im Fußball sowieso nicht, gerade in schlechten Zeiten wird immer irgendetwas gefunden. Wenn wir keinen Charakter hätten, dann wäre so eine Leistung, wie wir sie in Lautern abgerufen haben, überhaupt nicht möglich gewesen. Wichtig ist, dass man zusammen als echte Einheit auftritt. Das haben wir getan." Der Mittelfeld-Dampfmacher erleichtert: "Wir hatten unsere Punkte-Auszeit, dabei sollte es bleiben. Das 3:0 war ein tolles Gefühl für alle, vielleicht ein Aha-Erlebnis. Jetzt wollen wir bis zum Schluss ungeschlagen bleiben. Der dritte Platz darf nicht mehr hergegeben werden."

Autor: tt

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