Zwei Wege, dem Abstiegskampf zeitweise zu entkommen: Serkan Calik fuhr zur U21, Stefan Lorenz wurde Vater.

RWE: Für Stefan Lorenz war Abstiegskampf nebensächlich

Auswärtsspiel Kreißsaal

og
29. März 2007, 16:30 Uhr

Zwei Wege, dem Abstiegskampf zeitweise zu entkommen: Serkan Calik fuhr zur U21, Stefan Lorenz wurde Vater. "In einem solchen Moment wird doch das meiste sowieso relativ", bestätigt der Abwehrakteur, dessen Augen mächtig glücklich glänzen. Von Sonntag auf Montag brachte Gattin Tanja den Sohn Jonas Finn zur Welt. "2880 Gramm schwer, 50 Zentimeter lang", berichtet Lorenz sichtlich stolz.

Der zweite Nachwuchs nach Töchterchen Mailin, die mittlerweile schon zweieinhalb Lenze zählt. "Mensch, bin ich müde", fiel Lorenz erschöpft am Montag-Abend auf die Couch, "aber es ist alles gut gegangen." Mutter und Kind sind gesund, "das ist die Hauptsache." Alles ging per Kaiserschnitt über die Bühne, knapp zwei Wochen vor dem eigentlichen Termin. "Der Junge lag einfach falsch herum, das war notwendig", erklärt Lorenz, der bei der Operation auch dabei war. "Alles war durch einen Vorhang abgehängt, für meine Frau war das schon heftig." Wie gesagt, wer denkt in einem solchen Moment schon an den Liga-Keller? Lorenz schmunzelt: "So, jetzt sind wir wohl komplett. Nach dem Mädchen mussten wir ja noch einen Jungen nachlegen."

Mit dem Nachwuchs ist der ehemalige Wolfsburger sichtlich einverstanden. "Alles dran, ein schlanker Bursche, alles frisch und munter." Und mit Schlafbedarf, wie der Papa am Montag-Abend. Die sportliche Vorliebe des Sprößlings war dabei noch nicht zu sehen. "Keine Ahnung, ob das ein Stürmer wird, mir egal, von mir aus kann er auch Tennis oder Golf spielen", erklärt Lorenz trocken. Tanja ist sonst "bei Heimspielen immer im Stadion, das wird aber gegen 1860 noch nicht klappen." So dass wohl der 15. April im Kalender rot angestrichen wird, ein Sonntag, ab 14 Uhr kommt Unterhaching.

"Dann ist Tanja wieder dabei, wohl mit dem kleinen Meister." Dem dann ein Sieg präsentiert werden soll - und dieser Anspruch ist nicht relativ, sondern notwendig, genau wie schon gegen München am kommenden Sonntag, 1. April, ab 14 Uhr im Georg Melches-Stadion. Bis dahin ist Lorenz auch wieder richtig ausgeschlafen.

Autor: og

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