Die Talfahrt der Westfalia aus Herne geht unvermindert weiter. Auch am gestrigen Mittwoch Abend hagelte es für die Mannen von Trainer Frank Schulz eine bittere Pleite. Mit 0:3 (0:2) musste sich der SCW der Reserve von Arminia Bielefeld geschlagen geben. DSC-Coach Detlev Dammeier war zufrieden:

BIELEFELD II – HERNE 3:0

Dammeier im Geschäft

tr
29. März 2007, 13:01 Uhr

Die Talfahrt der Westfalia aus Herne geht unvermindert weiter. Auch am gestrigen Mittwoch Abend hagelte es für die Mannen von Trainer Frank Schulz eine bittere Pleite. Mit 0:3 (0:2) musste sich der SCW der Reserve von Arminia Bielefeld geschlagen geben. DSC-Coach Detlev Dammeier war zufrieden: "Es war ein verdienter Sieg, der aber zu hoch ausgefallen ist." Eine Analyse, der Schulz zustimmte:

"So hoch musste es nicht sein, aber die Bielefelder haben gezeigt, dass sie spielerisch zu den Top-Teams der Liga gehören. Doch das Resultat spiegelt nicht den Spielverlauf wieder."
Die Hausherren gingen durch Pascal Röber mit 1:0 in Front (38.). "Bei der Flanke, die zum Gegentreffer führte, hat Sven Barton nicht richtig aufgepasst", resümierte Schulz, der auch beim 0:2 Abstimmungsprobleme sah. Denn nach einem Freistoß segelten gleich sechs Herner am Leder vorbei und Marcel Stadel lochte ein (45.). Nach dem Seitenwechsel der nächste Schock für die Gäste, als Mykolay Makarchuk eine scharfe Hereingabe Röbers im eigenen Gehäuse zum 0:3-Endstand verstaute (53.). "Das war ganz unglücklich", hatte Schulz Mitleid.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/150-1165_preview.jpeg Sah eine Niederlage, die "zu hoch" war: Hernes Frank Schulz (Foto: firo). [/imgbox]
"Aber das passt derzeit einfach ins Bild. Wir befinden uns seit drei Wochen in diesem Negativ-Strudel. Aber von den letzten Auftritten war dieser der Beste, denn wir haben endlich angefangen, uns zu wehren." Besonders Hernes Michael Baum wuchs über sich hinaus und meldete Liga-Goalgetter Daniel Scherning völlig ab. Einen schwarzen Tag erwischte derweil Samy El Nounou. "Er hat drei 100-prozentige Chancen vergeben, die er vor einigen Wochen noch blind gemacht hätte", meinte Schulz und zog das Fazit: "Wir haben uns gefangen und müssen uns nun aus dem Sumpf endgültig befreien. Bielefeld kann jetzt noch einmal ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitsprechen."

Und die Arminia erwartet am Sonntag das absolute Highlight beim Spitzenreiter Lippstadt. "Wir haben ein schönes Spitzenspiel", frohlockt Dammeier. "Das wollten wir uns erarbeiten und wir haben es zum Glück auch geschafft. Wir sind noch hinten dran, deshalb könnte es für uns eventuell vorentscheidend sein. Aber ich bin mir sicher, dass es bis zum Schluss spannend bleibt. Auch wenn Verl nur 1:1 in Lotte gespielt hat, sind die noch lange nicht weg." Welche Elf Dammeier ins Rennen schicken kann, wird sich erst nach dem Freitag-Abend-Schlager der Profis gegen Borussia Dortmund entscheiden. "Ich werde mich mit Ernst Middendorp kurz schließen, welche Verstärkungen wir eventuell noch bekommen können", muss Dammeier wahrscheinlich auch auf Marcel Stadel verzichten, der nach einem Zweikampf einen Bluterguss im Oberschenkel erlitt.

Autor: tr

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren