Kader oder Tribüne? Diese Frage beantwortet sich heute, wenn Markus Daun sein Trainings-Pensum erhöht und den Versuch startet, nach zwei Wochen Pause wieder mit der Mannschaft zu trainieren.

MSV: Spritzen sollen Bandscheiben-Entzündung bekämpfen

Daun: "Es muss Sinn machen"

29. März 2007, 09:39 Uhr

Kader oder Tribüne? Diese Frage beantwortet sich heute, wenn Markus Daun sein Trainings-Pensum erhöht und den Versuch startet, nach zwei Wochen Pause wieder mit der Mannschaft zu trainieren. "Es gibt eine kleine Hintertür Richtung Kaiserslautern", verrät der Familienvater, "in so einem Spiel möchte man natürlich gerne dabei sein, aber letztlich muss es auch Sinn machen.

Eigentlich bin ich verrückt genug, aber wenn man ein paar Jahre auf dem Buckel hat, dann überlegt man sich schon reiflich, was zu tun und zu lassen ist."
Der ehemalige Nürnberger fügt hinzu: "Es geht letztlich darum, was gut für die Mannschaft ist. Wenn ich nicht bei 100 Prozent bin, kann ich keine Top-Leistung abrufen. Gerade in so einer Partie kannst du nicht groß experimentieren, es ist doch klar, dass Trainer Rudi Bommer sich seine Gedanken macht."

Eine Entzündung an der Bandscheibe, bei der eine Verwölbung unangenehm auf die Nerven drückt, bremste "Dauni" in den vergangenen Tagen konsequent aus. "Ich kann zwar laufen, aber nicht alle Bewegungen machen", erklärt der Stürmer, der im Saison-Verlauf immer besser auf Touren kam und unter beim 3:1 in Köln seine beste Saison-Leistung abrufen konnte. Daun: "Wenn du beim Training ein Laufduell verlierst, weil der entscheidende Tick fehlt, dann frustriert dich das ungemein. Ich bin an sich ein antrittsschneller, sprintstarker Spieler-Typ, diese Stärken, im Tempo auf den Gegner draufzugehen, bringe ich in der Offensive ein. Wenn man das nicht wie gewünscht abrufen kann, bringt es nichts."

Eine sogenannte PRT-Spritze soll dem Blondschopf möglichst schnell Linderung verschaffen. "Dabei handelt es sich um ein Cortison-Depot, das man anmelden muss. Man kommt in eine Art Kernspin-Röhre, um den Punkt, an dem die Beschwerden auftreten, exakt bestimmen und eine entsprechende Spritze setzen zu können." Der einstige Bremer ist gerade bei der ersten Injektion angelangt, der behandelnde Arzt deutete an, dass es bis zu acht Stück werden könnten. Bleibt zu hoffen, dass die gewählte Therapie rasch anschlägt.

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