Eine Woche nach der schmerzlichen Niederlage beim TuS Lichterfelde haben sich die Zweitliga-Basketballer der Grevenbroich Elephants mit einem lebenswichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. Vor 750 Zuschauern setzten sich die „Dickhäuter“ am Samstagabend 98:88 (58:46) gegen Tabellenschlusslicht SVD Dortmund durch. Bester Werfer auf Seiten der Gastgeber war US-Amerikaner Wayne Nelson mit 29 Punkten. Dortmund, das weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison wartet, verlor neben dem Spiel auch Top-Scorer Phil Sellers mit einer Verletzung.

BASKETBALL: Elephants können wieder hoffen

Elephants gelingt wichtiger Sieg gegen Dortmund

26. März 2007, 17:23 Uhr

Eine Woche nach der schmerzlichen Niederlage beim TuS Lichterfelde haben sich die Zweitliga-Basketballer der Grevenbroich Elephants mit einem lebenswichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. Vor 750 Zuschauern setzten sich die „Dickhäuter“ am Samstagabend 98:88 (58:46) gegen Tabellenschlusslicht SVD Dortmund durch. Bester Werfer auf Seiten der Gastgeber war US-Amerikaner Wayne Nelson mit 29 Punkten. Dortmund, das weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison wartet, verlor neben dem Spiel auch Top-Scorer Phil Sellers mit einer Verletzung.

Gegen Mitte des ersten Viertels konnten sich die Elephants erstmals absetzen. Dank einer 15:0-Serie drehten die Schlossstädter einen 17:19-Rückstand in eine 32:19-Führung. „Im ersten Viertel haben wir sehr gut gespielt. Der Ball lief rund und wir haben auch von außen gut getroffen. So stelle ich mir das vor“, war Elephants-Trainer Raphael Wilder zufrieden. Aufbauspieler Loukas Lazoukits beendete den ersten Abschnitt mit einem erfolgreichen „Dreier“ zum 35:23-Zwischenstand.

Im zweiten Abschnitt meldeten sich die Gäste nach wenigen Sekunden Spielzeit mit einem „Dreier“ durch Phil Sellers zurück, doch die Elephants zeigten sich davon nicht beeindruckt und spielten weiter ihr Spiel. Zwei erfolgreiche Dreier von Wayne Nelson sorgten in der Mitte des zweiten Viertels für eine 49:37-Führung (16.). Dortmund konnte in der Folge den Rückstand nicht verringern, so dass die Elephants mit 58:46 in die Pause gingen.

Nach der Halbzeit sorgte Grevenbroichs Center Valeri Klassen mit einem Drei-Punkt-Spiel (Korb + Freiwurf) für das 61:46 (21.). Anschließend verloren beide Teams jedoch den Faden, den Zuschauern bot sich Abstiegskampf pur. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet befreiten sich eher aus dem Loch – dank einer 8:0-Serie kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Peter Radegast wieder auf 57:68 heran. Grevenbroich agierte in dieser Phase überhastet, spielte die Systeme nicht zu Ende und nahm unüberlegte Würfe. Elephants-Coach Wilder reagierte und brachte für Lazoukits und Verwimp das Duo Sven Klesper und Klassen zurück aufs Feld. Dortmunds Flügelspieler Marco Keller verkürzte zwar noch von der Freiwurflinie auf 65:73 (29.), doch anschließend fanden die Gastgeber den roten Faden wieder. Mit 79:65 ging es in den Schlussabschnitt.

Dort erzielte das vorher eingewechselte Duo Klesper/Klassen weitere Punkte zum 85:65 (32.). Wer nun an eine Entscheidung Sieg geglaubt hatte, wurde eines Besseren belehrt. Die Elephants machten es noch einmal spannend. Dank eines 16:0-Laufs kam Dortmund bis zur 36. Minute wieder auf sechs Punkte heran (81:87). „Da haben wir es nicht verstanden, den Dortmunder Lauf aufzuhalten. Wir haben in der Offense schlechte Entscheidungen getroffen und waren in der Verteidigung nicht aggressiv genug“, stellte Wilder fest. Erst als wenig später Phil Sellers beim Kampf um einen Rebound umknickte und verletzt ausgewechselt werden musste, war der Widerstand gebrochen.

Langsam aber bestimmt zog Grevenbroich wieder davon. Hinzu kam, dass Dortmund sich selbst aus dem Spiel nahm und kurz hintereinander zwei technische Fouls kassierte (Owens/Friedrich). Die Elephants zeigten keine Gnade und verwandelten sicher von der Freiwurflinie. Am Ende feierte das Team um Kapitän Whitney Harris einen alles in allem verdienten 98:88-Erfolg über Dortmund und kann damit im Abstiegskampf weiter hoffen.

„Wir wollten heute mit aller Macht gewinnen. Leider hat Lichterfelde auch in Iserlohn gewonnen. Nun müssen wir nächste Woche in Cuxhaven eine Überraschung schaffen“, fordert Wilder. Bangen müssen die Elephants um die Gesundheit von Top-Scorer Wayne Nelson. Der US-Amerikaner klagte nach dem Spiel über Schmerzen in der Wurfhand. Am Sonntag soll der 25-Jährige geröntgt werden.

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