U21-Auswahlspieler Kevin-Prince Boateng will nicht ewig  auf eine Berufung in die deutsche A-Nationalmannschaft durch  Bundestrainer Joachim Löw warten.

Boateng droht mit Abgang nach Ghana

"Ghana will mich"

26. März 2007, 13:31 Uhr

U21-Auswahlspieler Kevin-Prince Boateng will nicht ewig auf eine Berufung in die deutsche A-Nationalmannschaft durch Bundestrainer Joachim Löw warten. "Wenn die Deutschen mich für ihre A-Mannschaft nicht wollen, gehe ich vielleicht über die Grenze", kündigte der 20 Jahre alte Hoffnungsträger von Bundesligist Hertha BSC Berlin im Fachblatt kicker an.

Der Shooting-Star vom Hauptstadt-Klub bestätigte Kontakte zu einem anderen Nationalverband: "Ghana will mich, erst neulich hat mich wieder ein Verbandsfunktionär angerufen." Boatengs Vater stammt aus dem afrikanischen Staat.
Kevin Boatengs großes Ziel bleibt aber die deutsche A-Nationalmannschaft. Er wolle gemeinsam mit seinem Bruder Jerome, der seit dem Rückrunden-Start ebenfalls zum Bundesliga-Kader der Herthaner gehört, für Deutschland spielen. "Die WM 2010 gemeinsam mit meinem Bruder für Deutschland zu spielen, das ist mein Traum", sagte auch der ein Jahr jüngere Jerome.

Bislang gelang es sechs Brüderpaaren, sowohl in der Bundesliga als auch für die Nationalmannschaft zu spielen. Dazu gehören Gert "Charly" und Bernd Dörfel, Erwin und Helmut Kremers, Uli und Dieter Hoeneß, Karlheinz und Bernd Förster, Klaus und Thomas Allofs sowie Karl-Heinz und Michael Rummenigge.

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